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Welchen Abiturnotendurchschnitt brauche ich für den Numerus Clausus?

Antworten auf die unbeantwortbare Frage

 

Diese Frage ist sehr verständlich - aber leider nicht zu beantworten. Es ist so, dass es auf der einen Seite ein festgelegte Anzahl an Plätzen gibt und auf der anderen Seite die Anzahl der Bewerber. Gibt es weniger Bewerber als es Plätze gibt, können und werden natürlich alle zugelassen - und es gibt gar keinen NC. Auch das ist schon mal vorgekommen - aber Sie sollten darauf nicht hoffen. Die Berliner Universitäten werden stark auch von Bewerbern aus anderen Regionen Deutschlands oder auch aus dem Ausland nachgefragt und haben deshalb einen so gut wie flächendeckenden NC.

Sie können stets nur recherchieren, wie die Anforderungen in der Vergangenheit waren.

Mehr Information zu Ihrer eigentlichen Frage liefert diese Seite nicht. Wenn Sie wollen, lesen Sie den nachfolgenden Text, um zu verstehen, warum das so ist.

Das Zulassungsverfahren ist im Berliner Hochschulzulassungsgesetz geregelt und sehr viel komplizierter als man auf den ersten Blick vermuten würde. Etwas vereinfachend dargestellt werden die Bewerber zunächst nach Ihrer Hochschulzugangsnote (=Abiturnote) sortiert und davon die besten 20 % zugelassen. Der Rest wird nach Wartezeit umsortiert und daraufhin werden die nächsten 20 % zugelassen. Nun sind die Hochschulen an der Reihe, nämlich für die verbleibenden 60 % der Bewerber Zulassungskriterien zu definieren, bei denen es nicht nur auf die Abiturnote ankommen darf, sondern weitere Kriterien hinzukommen müssen ("Hochschulquote"). Das kann jede Institution anders handhaben und so erklärt es sich, dass Sie an der einen Universität zum Bewerbungsgespräch erscheinen müssen, an der anderen hingegen nicht.

Bei uns ist es so, dass Sie jeweils eine Art 'Bonus' erhalten, wenn Sie zum einen eines der Fächer Mathematik, Informatik oder Physik oder zum anderen eines der Fächer Biologie oder Chemie bis zum vierten Kurshalbjahr belegt und mit einer bestimmten Mindestnote abgeschlossen haben. Ihre Abiturnote wird dann um ein paar Zehntel heruntergerechnet. Im Prinzip ist das zusätzlich auch dann möglich, wenn Sie schon eine chemische Berufserfahrung haben. Aber auch wenn Farben etwas mit Chemie zu tun haben, zählen weder Jobben noch absolvierte Lehre beim Malermeister und wenn Sie tatsächlich schon eine qualifizierte chemische Berufstätigkeit nachweisen können, ist damit auf jeden Fall auch eine entsprechende Berufsausbildung (zum Beispiel als chemisch-technische(r) Assistent(in)) verbunden gewesen, die aber in der Regel vor allem hinsichtlich der praktischen Anteile so umfänglich und anrechenbar ist, dass Sie sich problemlos in ein höheres Fachsemester bewerben können und damit keinen Stress mehr mit dem Numerus Clausus haben.

Wenn Sie das alles ganz genau wissen wollen, können Sie das Prozedere in der für jeden Zulassungszeitraum neu zu beschließenden Zugangssatzung für den Studiengang Chemie nachlesen. Recherchieren Sie dazu die aktuellste Satzung in den Amtsblättern der Freien Universität Berlin. Dort finden Sie auch die aktuelle 'Zulassungsordnung', in der - auch wieder jede Zulassungsperiode neu - festgelegt wird, wie viele Studienplätze es in jedem Studiengang gibt. Recherchieren Sie die entsprechenden Termini unter Zuhilfenahme der Text-Suchfunktion Ihres Browsers, da die Menge der von einer Universität verfügten Satzungen, Ordnungen und sonstigen Regelungen es hinsichtlich der Quantität mit jeder Steuerbehörde aufnehmen kann.

Sind alle noch nicht zugelassenen Bewerber nach den - wie beschrieben - genau festgelegten Kriterien erneut umsortiert, werden die restlichen 60 % der Studierenden zugelassen.

Es gibt jetzt nur noch das Problem, dass etliche der zugelassenen Bewerber den Platz gar nicht annehmen. Gemeinerweise bewerben sich Berliner Abiturienten nämlich gleichzeitig an allen 3 Berliner Universitäten und vielleicht zusätzlich auch an der Uni in Potsdam. Natürlich hagelt es da Absagen, weil manche woanders hin wollen. Also bedarf es mehrerer iterativer Nachrückverfahren, bis die Plätze vergeben sind. Die Note des letzten dann gerade noch zugelassenen Studenten ist der Numerus Clausus der betreffenden Zulassungsperiode.

Der Numerus Clausus einer Zulassungsperiode kann also erst in dem Augenblick benannt werden, in dem das Zulassungsverfahren abgeschlossen und vorbei ist!

 

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Schlagwörter

  • Bachelor Chemie
  • Chemie Bachelor
  • NC
  • Numerus Clausus