DC-Karten

Es gibt viele - und es muss natürlich die richtige sein!

In den meisten Fällen wird Kieselgel als stationäre Phase verwendet. Für Spezialfälle kann man dieses chemisch modifizieren und erhält so z.B. unpolarere oder sogar chirale Oberflächen. Auch Beschichtungen mit Aluminiumoxid oder Cellulose sind möglich. Trägermaterialien sind meist Aluminiumfolien oder Glas. Aluminiumfolien lassen sich leichter zuschneiden, von Glasplatten kann man die Beschichtung bei einem präparativen Chromatogramm leichter abkratzen.

Im Praktikum werden ausschließlich Kieselgelplatten auf Aluminiumfolien mit Fluoreszenzindikator verwendet.

Zur Anfertigung eines Dünnschichtchromatogramms müssen Sie sich ein Stück passgerecht zuschneiden.

Profis sträuben sich bei diesem Anblick die Haare, denn Profis verwenden zum Zuschneiden von DC-Karten Schneidgeräte, die viele Hundert Euro kosten. Wie Sie sehen können, verbiegt sich die Aluminiumfolie beim Schneiden mit einer Schere, wodurch sich an den Kanten der Kieselgelbelag abheben und deshalb dort das Laufverhalten beeinflussen kann. Wenn DC's genau reproduzierbare Ergebnisse erbringen sollen, ist das ein Problem - wenn Sie nur sehen wollen, ob das Aufgetragene aus einer oder mehreren Komponenten besteht, eher nicht. Schnippeln Sie also beherzt mit der Schere drauf los!
Wenn Sie Abplatzungen an der Schnittkante feststellen, können Sie das "retten", in dem Sie mit einer Rasierklinge einen schmalen Streifen Kieselgel von der Kante abschaben.

Es gibt auch Versuche, die Schere zu vermeiden und trotzdem auch die vielen Hundert Euro für das Schneidgerät zu sparen, indem mit einem Teppichmesser zugeschnitten wird. Wegen der Verletzungsgefahr sollten Sie das aber lieber nicht machen.

Die Nachweistechnik durch Bestrahlen mit UV-Licht ist eine sehr empfindlichen Methode. "Horten" Sie daher keine DC-Karten im Labor, denn die adsorbieren dort allerlei Dämpfe und darunter sind immer welche, die die Fluoreszenz löschen.

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