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Apothekerin und Diplom-Pharmazeutin Franziska Kluwe

Franziska Kluwe

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse
Kelchstr. 31
Raum 138 A
12169 Berlin
E-Mail
franziska.kluwe[at]fu-berlin.de

Curriculum vitae

seit 06/2016

Doktorandin (Graduiertenprogramm „PharMetrX: Pharmacometrics & Computational Disease Modelling“) im AK Klinische Pharmazie & Biochemie von Frau Prof. Dr. Charlotte Kloft an der Freien Universität Berlin

05/2016

Approbation als Apothekerin

11/2015-04/2016

Zweite Hälfte des praktischen Jahres für Pharmazeuten in der BerlinApotheke am Garbátyplatz in Berlin

05/2015-10/2015

Erste Hälfte des Praktischen Jahres für Pharmazeuten als Diplomandin im Arbeitskreis Klinische Pharmazie von Herrn Prof. Dr. Christoph Ritter an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Thema: Optimierung von In-vitro-Testsystemen der Zellmigration und Untersuchung des Einflusses von PTK6-/Brk-Hemmstoffen auf das Migrationsverhalten von Brustkrebszelllinien

10/2010-04/2015

Studium der Pharmazie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

06/2010

Abitur an der Rosa-Luxemburg-Oberschule (Gymnasium) in Berlin

Forschungsschwerpunkte


Forschungslinie 2: Pharmakometrische Datenanalyse


„Optimierung antiinfektiver Therapien mithilfe pharmakometrischer Modelle für Plasma und verschiedene Wirkorte (Arbeitstitel)“

 

Trotz des heutigen breiten antiinfektiven Therapiespektrums stellt die adäquate Behandlung von Infektionskrankheiten eine bleibende Herausforderung dar. Obwohl im Laufe der letzten Jahrzehnte viele neue wirksame Arzneistoffe zugelassen wurden, ist deren optimale Anwendung ungeachtet des vielfachen Einsatzes teilweise noch immer nicht gelungen. Für eine effektive und sichere Therapie spielen viele verschieden Faktoren eine Rolle, so ist nicht nur die Auswahl des richtigen Arzneistoffes gegen einen speziellen Erreger notwendig, sondern müssen beispielsweise auch das passende Dosierungsschema angewendet oder individuelle Patienteneigenschaften berücksichtigt werden. Immer häufiger werden in diesem Zusammenhang individuelle pharmakogenetische Einflussfaktoren berücksichtigt, beispielsweise individuelle genetische Polymorphismen und damit assoziierte erhöhte oder erniedrigte Aktivitäten Arzneistoff-metabolisierender Enzyme. Darüber hinaus müssen effektive Arzneistoffkonzentrationen am Wirkort, im Falle von Antiinfektiva beispielsweise in der extrazellulären Interstitialflüssigkeit von Geweben, sichergestellt werden. Um diese ungebundenen Arzneistoffkonzentrationen am Wirkort zu bestimmen, wird immer häufiger die minimal-invasive Methode der Mikrodialyse eingesetzt.

 

Das Ziel meines Forschungsprojektes ist die pharmakometrische Analyse klinischer Daten zur Entwicklung mathematischer Modelle, die beispielweise Pharmakokinetik und/oder Pharmakodynamik eines Arzneitstoffes in Plasma oder Interstitialflüssigkeit beschreiben können. Mithilfe pharmakometrischer Methoden („Nonlinear mixed-effects modelling“) ist es möglich, durch das systematische Sammeln und Auswerten von Daten, die beispielsweise in kontrollierten klinischen Studien gewonnen wurden, inter-, sowie intraindividuelle Variabilitätät innerhalb einer Studienpopulation zu quantifizieren und individuelle Einflussfaktoren zu identifizieren, die diese Variabilitäten beeinflussen, beispielsweise genetische Polymorphismen. Dadurch können zugrundeliegende Mechanismen besser verstanden werden und die antiinfektive Therapie weiter individualisiert und verbessert werden. Im weiteren Verlauf können die mathematischen Modelle dazu verwendet werden Simulationen durchzuführen, welche die Beurteilung und ­­– wenn nötig – Optimierung der Therapieschemata verschiedener Antiinfektiva erlauben, um deren Einsatz weiter zu verbessern und Resistenzentwicklungen entgegen zu wirken.