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3H-1,2,3,4-Triazaphosphole

 

Wie die λ3-Phosphinine sind die 1,2,3,4-Triazaphosphole aromatische 6π-Elektronensysteme, die schwache σ-Donoren aber gute π-Akzeptorliganden sind. Sie lassen sich durch eine [3+2] Cycloadditionsreaktion („Click-Chemie“) aus Phosphaalkinen und Aziden darstellen. Im Gegensatz zu den Phosphininen ist die Koordinationschemie dieser Verbindungen jedoch so gut wie unbekannt. Wir beschäftigen uns mit einem modularen Zugang zu funktionalisierten und chelatisierenden 1,2,3,4-Triazaphospholen, deren Koordinationschemie und Anwendungspotential.

 

Die kristallographische Charakterisierung von Re(I) Komplexen pyridylfunktionalisierter Triazaphosphole zeigt, das der chelatisierende Ligand über das Stickstoffatom N(6), anstatt über das Phosphor-Atom an das Re(I)-Zentrum koordiniert. Interessant ist, das die Koordination offensichtlich über das am wenigsten nukleophile Stickstoffatom erfolgt, was bisher für Triazaphosphole noch nicht beobachtet wurde und offenbar durch den Chelateffekt erzwungen wird.

Das Phosphoratom kann über das freie Elektronenpaar an ein weiteres Metallzentrum koordinieren, was die Bildung heterobimetallischer Komplexe ermöglicht. Diese Verbindungen werden momentan eingehend in unserer Arbeitsgruppe untersucht.