Antikörper und Spike-Protein, mRNA- und Vektorimpfstoff, Viren und Mutanten, Lipidvesikel und Zellrezeptoren – spätestens seit der Corona-Pandemie sind viele Begriffe der Biochemie auch allgemein bekannt. Das zeigt, wie wichtig biochemisches Wissen für das Verständnis von Gesundheit, Krankheit und modernen Technologien ist.
Doch Biochemie kann noch viel mehr: Sie verbindet Chemie und Biologie – alles dreht sich um die molekularen Grundlagen des Lebens. Im Bachelorstudiengang Biochemie beschäftigen sich Studierende unter anderem ausführlich mit Mikrobiologie, Genetik und Zellbiologie, Enzymkinetik und Stoffwechsel sowie mit Lipiden, Kohlenhydraten, Nukleinsäuren und Proteinen. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander. Dazu kommen Themen der Bioethik, Neurobiologie und Evolution sowie Beruforientierung. Außerdem können Studierende an Forschungsprojekten mitarbeiten.
Der einzige Bachelor-Studiengang für Biochemie in Berlin vermittelt solides Basiswissen und praktischen Fertigkeiten, bereitet ideal auf weiterführende Masterstudiengänge vor und eröffnet viele Karrierewege in den Lebenswissenschaften.
Zu Beginn Ihres Studiums bauen Sie Schritt für Schritt ein solides Fundament auf: Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in Mathematik und Physik und lernen die Grundlagen der Chemie und Biologie kennen. Dieses Wissen hilft Ihnen, die biochemischen Zusammenhänge in den weiteren Semestern gut zu verstehen.
Von Anfang an arbeiten Sie auch praktisch im Labor. Sie lernen, wie man in Chemie, Biologie und Biochemie experimentiert, und wenden diese Techniken selbst an. In den biochemischen Praktika untersuchen Sie ab dem vierten Semester die wichtigsten Stoffe des Lebens – Proteine, Nukleinsäuren, Lipide und Kohlenhydrate – und führen eigene Versuche durch.
Neben den Fachinhalten beschäftigen Sie sich auch mit Fragen rund um Studium und Beruf. Im Bereich der Allgemeinen Berufsvorbereitung setzen Sie sich beispielsweise mit Wissenschaftstheorie und Bioethik auseinander, lernen verschiedene Berufsfelder kennen und absolvieren ein verpflichtendes Praktikum. Aus mehreren Modulen wählen Sie die Themen, die Sie besonders interessieren.
Im sechsten Semester können Sie Ihre Interessen vertiefen, indem Sie Wahlpflichtmodule belegen. Spätestens bei Ihrer Bachelorarbeit arbeiten Sie in einem Forschungsteam mit und sammeln erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten. Viele Studierende nutzen außerdem die Möglichkeit, für einige Monate ins Ausland zu gehen.
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Der Bachelorstudiengang der Biochemie starten jeweils zum Winter- und Sommersemester.
Alle Informationen zu den Bewerbungsfristen, zu Zulassungsbeschränkungen und zu Zulassungszahlen finden Sie auf den zentralen Seiten der „Bewerbung und Zulassung“ der Freien Universität Berlin.
Sie interessieren sich dafür, wie das Leben auf molekularer Ebene funktioniert? Dann bringen Sie bereits eine wichtige Voraussetzung für das Biochemiestudium mit – neben einer Hochschulzugangsberechtigung.
Sie sollten in der Lage sein, sich mit großen Mengen an Lernstoff auseinanderzusetzen. Hilfreich sind daher ein solides Grundverständnis in Biologie, Chemie und Mathematik, analytisches Denken sowie gute Englischkenntnisse. Da viele Aufgaben im Team bearbeitet werden, sollten Sie außerdem gern mit anderen zusammenarbeiten.
Im Labor kommt es auf Genauigkeit an: Beim Pipettieren und Experimentieren ist Fingerspitzengefühl gefragt. Der Umgang mit Organismen und chemischen Substanzen erfordert Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein.
Sie denken auch über ethische Fragen nach, zum Beispiel: Ist die Genom-Editierung beim Menschen vertretbar? Wer trägt Verantwortung für die Folgen biotechnologischer Innovationen? Darüber hinaus brauchen Sie digitale Kompetenzen, da Sie im Studium mit verschiedenen Softwareprogrammen arbeiten werden.
Die meisten Studierenden entscheiden sich nach dem Bachelorabschluss für ein Masterstudium. Gründe dafür sind unter anderem bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, bessere Verdienstmöglichkeiten und fachliches Interesse. Wer später in der Forschung arbeiten möchte, sollte die eigene Qualifikation auf jeden Fall mit einem Masterstudium und einer anschließenden Promotion erweitern. Zudem sind Berufseinsteiger*innen mit Masterabschluss und Doktortitel mobiler und verlassen häufiger die Hochschulregion oder gehen ins Ausland.
Mit einem Bachelor-Abschluss in Biochemie stehen Ihnen zwar erste Möglichkeiten offen, die meisten spannenden Berufswege ergeben sich jedoch erst mit einem weiterführenden Masterstudium. Dort können Sie sich in verschiedene Richtungen spezialisieren – je nach Interesse, zum Beispiel in Forschung, Industrie oder angewandte Lebenswissenschaften.
Biochemiker*innen können in vielen Bereichen arbeiten:
Doch ein Beispiel sagt mehr als tausend Listen – im Online-Studienfachwahl-Assistent Biochemie finden Sie zehn Beispiele für den Werdegang von Absolvent*innen.
Da sich die Biowissenschaften ständig weiterentwickeln, gibt es immer wieder neue Arbeitsfelder, etwa Gentechnik oder personalisierte Medizin oder Umwelttechnik.
Wie in vielen Berufen hängt die Höhe des Gehaltes von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören Berufserfahrung, Art der Anstellung, Betriebsgröße und Arbeitsstandort. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt. Wer mehr verdienen möchte, sollte sich weiterbilden, indem er einen höheren akademischen Grad anstrebt oder an Fortbildungen teilnehmen.
Das Brutto-Monatsgehalt (Median) aller abhängig Beschäftigten im Beruf Biochemiker:in beträgt laut Entgeltatlas der Arbeitsagentur 5.686 Euro. Wie bei nach wie vor fast allen Berufen liegt der Verdienst von Männern mit 6.097 Euro höher als der von Frauen mit 5.269 Euro. Männer verdienen also 15,7 % mehr. Das ist im Vergleich zu anderen Berufen ein besonders hoher Unterschied.
Quelle: Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit, abgerufen 06.01.2026
Trotz der konjunkturell abgeschwächten Arbeitskräftenachfrage besteht strukturell und perspektivisch weiterhin ein hoher Fachkräftebedarf durch den demografischen Wandel, die fortschreitende Digitalisierung und die ökologische Transformation. Dies trifft auch die chemisch-pharmazeutische Industrie. In den für die Branche relevanten Berufen verlässt in den kommenden zehn Jahren rund jeder vierte Beschäftigte altersbedingt den Arbeitsmarkt – insgesamt mehr als 1,5 Millionen Arbeitskräfte. Um den hohen Ersatzbedarf zu decken, braucht es daher Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.
Quelle: KOFA - Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, abgerufen 06.01.2026
wie etwa Stepstone oder von Verbänden wie der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. geben einen Eindruck über aktuelle Stellenangebote.
In der Biochemie treffen Chemie und Biologie aufeinander. Sie lernen, wie molekulare Prozesse das Leben steuern – vom Stoffwechsel bis zur Signalübertragung in Zellen. Dieses Wissen lässt sich in vielen Bereichen anwenden, zum Beispiel in der Medizin oder der Umweltforschung.
Ein Biochemiestudium eröffnet Ihnen den Zugang zu innovativen Forschungsfeldern wie Genetik, Pharmakologie oder Biotechnologie. Schon im Studium können Sie an aktuellen Fragestellungen mitarbeiten und erleben, wie Forschung neue Technologien und Therapien möglich macht.
Mit einem Abschluss in Biochemie stehen Ihnen viele Wege offen. Absolvent*innen arbeiten unter anderem in der pharmazeutischen Industrie, der Lebensmitteltechnologie, der Umweltanalytik oder an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die breite Ausbildung macht Sie flexibel und eröffnet unterschiedliche Karriereoptionen.
Biochemiker*innen helfen dabei, große Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen – zum Beispiel durch die Entwicklung neuer Medikamente, ein besseres Verständnis von Krankheiten, nachhaltigere Methoden in der Nahrungsmittelproduktion oder Ideen für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Ihre Arbeit kann einen direkten gesellschaftlichen und ethischen Mehrwert haben.
Im Studium trainieren Sie Ihr analytisches Denken, lernen komplexe Probleme zu lösen und kritisch zu hinterfragen. Diese Fähigkeiten sind nicht nur in der Wissenschaft gefragt, sondern auch in vielen anderen Berufsfeldern und im Alltag von großem Nutzen.
Möchten Sie herausfinden, ob ein Studiengang der Biochemie zu Ihnen passt? Dafür empfehlen wir OSA. Der Online-Studienfachwahl-Assistent ersetzt zwar keine persönliche Studienberatung, liefert aber mit Interviews, Videos, Tests und Checklisten schon mal einen ausführlichen Überblick zum Studienfach.
So können Sie mit Biochemie verwandte Themen an der Freien Universität schon als Schüler*in kennenlernen - allein, mit Freunden, mit der Klasse oder dem Kurs.