Vom Tabellenkeller auf den Thron: Pharmazie-Studierende feiern Heimsieg
News vom 24.06.2026
Berlin
90.+4, Deniz Undav trifft zum 2:1 für Deutschland gegen Côte d’Ivoire, doch der schönste Treffer des Tages war für die Berliner Pharmazie da längst gefallen.
Am 20. Juni 2026 wurde in der Hauptstadt die 31. Deutsche Apotheker-Fußballmeisterschaft ausgerichtet. Mittendrin standen die Studierenden des Instituts für Pharmazie der Freien Universität Berlin.
Was vor einem Jahr in Ilmenau als Premiere begann (https://www.bcp.fu-berlin.de/pharmazie/news/20250930_apothekermeisterschaft_2025.html), fand zu Hause seine Fortsetzung - und was für eine! Bei brütend heißen 33 °C liefen auf dem Sportplatz der Otto-Hahn-Schule in Neukölln gleich drei Berliner Teams auf, bei denen Studierende gemeinsam mit approbierten Apothekern kickten. Angeführt wurde die Delegation auch dieses Jahr von Kapitän Rafa Youssef.
Und dann kam der Paukenschlag. Berlin II, in Ilmenau noch auf dem vorletzten Platz, marschierte durch das Turnier und gewann das Endspiel gegen Titelverteidiger Thüringen souverän mit 4:1; vom Vorjahres-Nachzügler zum Champion vor heimischer Kulisse. Auf das Treppchen schaffte es mit Berlin III (Platz 3) ein weiteres Hauptstadtteam.
Auch individuell setzten die Studierenden mehrere Ausrufezeichen. Bester studentischer Torjäger und zweitbester Torschütze des gesamten Turniers wurde der im Erstsemester studierende Abdullah Jasim, der die Berliner Sturm-Tradition, nach Torschützenkönig Elias Abouchabaka aus dem Vorjahr, nahtlos fortsetzte. Den Fair-Play-Preis sicherte sich Hosam Al-Mulsi (7. Semester), weil er nach der kurzfristigen Absage eines Schiedsrichters, selbstlos kurzerhand die Pfeife übernahm und bei praller Sonne vier Stunden lang die Spiele leitete. Mit Nilay Özmen (6. Semester) und Rengin Delber (1. Semester) standen erwähnenswerter Weise zwei qualifizierte Spielerinnen für die Berliner Teams auf dem Platz.
Am Ende triumphierte mit Berlin II eine extrem junge Mannschaft im eigenen Wohnzimmer. Beim gemeinsamen Abendessen und der vorausgegangenen Siegerehrung im Estrel Hotel überwog bei allen das Gefühl, Teil einer großartigen Gemeinschaft zu sein. Aus der Premiere von Ilmenau ist nun eine glänzende Erfolgsgeschichte geworden. Der Blick richtet sich bereits nach vorn, nämlich auf die nächste Auflage, bei der die FU-Studierenden gern wieder eine Hauptrolle spielen würden.
Der Dank gilt dem Organisationsteam für den guten Ablauf des Turniers. Für das Sponsoring eines Trikotsatzes, in welchem das Siegerteam Berlin II spielte, wird der Bionorica SE herzlich gedankt.
Autor: Elias Abouchabaka
