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Burkhard Kleuser ist neuer Professor für Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Pharmazie

Prof. Dr. Burkhard Kleuser

Prof. Dr. Burkhard Kleuser
Bildquelle: Foto Fritze

News vom 29.07.2020

Seit Mitte Juli 2020 ist Burkhard Kleuser Professor für Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin. Er übernimmt die Nachfolge von Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting, die in den Ruhestand geht. Zuvor hat Burkhard Kleuser den Lehrstuhl für Toxikologie am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam geleitet.

Prof. Dr. Burkhard Kleuser ist staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker mit Promotion in Biochemie und Molekularbiologie sowie einer Habilitation im Fachgebiet Toxikologie und Pharmakologie. Nach seinem Studium der Lebensmittelchemie an der Universität Wuppertal absolvierte er ein praktisches Jahr am Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamt des Landes Schleswig-Holstein. Die Promotion erfolgte am Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Hamburg. Dort beschäftigte er sich mit der Bedeutung von Etherlipiden als biologische Signalmoleküle.

Ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft führte ihn an das Medical Center der Georgetown University in Washington D.C. In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sarah Spiegel war er an der Entdeckung von Sphingosin 1-phosphat als bioaktives Molekül beteiligt. Heute weiß man, dass dieses Molekül essentiell für die Zirkulation von Lymphozyten im Organismus ist.

Aus den USA kehrte Burkhard Kleuser an das Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin zurück, wo er sich 2002 habilitierte, die Lehrerlaubnis für das Fachgebiet Toxikologie und Pharmakologie erhielt und ab 2006 eine Professur für Pharmakologie und Toxikologie innehatte. 2009 nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für Toxikologie am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Potsdam an.

Von 2013 bis 2018 blieb er als stellvertretender Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs 1112 „Nanocarrier: Architektur, Transport und zielgerichtete Applikation von Wirkstoffen für therapeutische Anwendungen“ weiterhin eng mit dem Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin verbunden – ebenso wie in seiner Funktion als Co-Sprecher der BMBF-Forschungsinitative „Berlin-Brandenburger Forschungsplattform BB3R“.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Untersuchungen zur Bedeutung von Sphingolipiden in der Pathophysiologie von Erkrankungen wie Diabetes mellitus aber auch Infektionen und immunologische Erkrankungen. Die Aufklärung molekularer Mechanismen, wie Sphingolipide ihre physiologischen oder pathophysiologischen Wirkungen entfalten, bietet Ansatzpunkte für neue therapeutische Optionen. Ebenso ist die Regulation auf Ebene der Epigenetik von zentraler Bedeutung. Außerdem ist er Experte für Sphingolipidomics, der Identifizierung und Quantifizierung von Sphingolipid-Metaboliten.

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