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Prof. Dr. med. Martin Holtkamp: Epilepsie – gegenwärtige pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten

17.02.2021 | 19:30 - 20:30

Epilepsien sind eine chronische Erkrankung mit paroxysmaler Manifestation, eine akute
Behandlung des einzelnen Anfalls ist meist nicht notwendig. Konzeptuell stellt die
antiepileptische Therapie eine Sekundärprophylaxe dar, um den nächsten Anfall zu
verhindern, die Erkrankung Epilepsie kann nicht behandelt werden. Nach dem ersten Anfall
hängt die Indikationsstellung zur Therapie von dem Risiko ab, einen weiteren Anfall zu
erleiden. Für die Therapie der Epilepsien stehen mehr als 20 Substanzen zur Verfügung, grob
gesagt, sind diese gleich wirksam. Die Auswahl eines spezifischen Antiepileptikums hängt
von individuellen Charakteristika des Patienten ab, dazu gehören das Alter, das Geschlecht,
die Epilepsie-Art, die Komorbiditäten und die Komedikation. Ziel der antiepileptischen
Therapie sind eine optimale Anfallskontrolle sowie keine oder allenfalls minimale
unerwünschte Wirkungen. Das Absetzen von Antiepileptika nach mehrjähriger Anfallsfreiheit
ist eine individuelle Entscheidung, Prädiktoren für ein erhöhtes Rezidivrisiko sind bekannt.
Die Bioverfügbarkeit eines Antiepileptikums von verschiedenen Herstellern ist sehrwahrscheinlich identisch, vermehrte Anfälle bei Wechsel des Herstellers sind am ehesten auf eine verminderte Adhärenz des Patienten zurückzuführen.

Zeit & Ort

17.02.2021 | 19:30 - 20:30

Hörsaal 1 Institut für Pharmazie, Königin-Luise-Str. 2-4, 14195 Berlin-Dahlem
www.bgbm.org/de/vermietungen/grosser-hoersaal

Weitere Informationen

Prof. Dr. med. Martin Holtkamp
Medizinischer Direktor
Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg
am Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Herzbergstraße 79
D-10365 Berlin
Tel.: +49-30-5472-3501
Fax.:+49-30-5472-299650
E-mail: m.holtkamp@keh-berlin.de