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Liebsch-Spielmann-Award für Prof. Landsiedel

Robert Landsiedel erhält den europäischen Preis für die Validierung von Alternativmethoden

Prof. Dr. Robert Landsiedel, Honorarprofessor für Toxikologie am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin und hauptberuflich bei BASF SE tätig, wurde gemeinsam mit seiner Kollegin, Dr. Susanne Kolle, mit dem erstmalig vergebenen Liebsch & Spielmann Award for Contributions to the Validation of Alternative Methods der European Society of Toxicology In Vitro (ESTIV) ausgezeichnet. Der Preis wurde am 30. Juni 2026 auf dem ESTIV-Kongress in Maastricht (Niederlande) überreicht.

Mit diesem Preis würdigt ESTIV herausragende wissenschaftliche Beiträge zur Entwicklung, Validierung und regulatorischen Anerkennung von Alternativmethoden zu Tierversuchen. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die das 3R-Prinzip – Replacement, Reduction und Refinement von Tierversuchen – voranbringen und insbesondere tierversuchsfreie Prüfmethoden wissenschaftlich absichern und für die praktische Anwendung nutzbar machen.

Benannt ist der Preis nach Dr. Manfred Liebsch und Prof. Dr. Horst Spielmann, deren grundlegende Arbeiten die Entwicklung von Alternativmethoden bis heute prägen. Horst Spielmann war über viele Jahre am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin tätig.

Robert Landsiedel ist seit 2013 in der Lehre an der Freien Universität Berlin aktiv; nach seiner Habilitation im Fach Pharmakologie und Toxikologie wurde er zunächst Privatdozent und später Honorarprofessor. In seinen Lehrveranstaltungen vermittelt er Toxikologie für Pharmazeutinnen und Pharmazeuten sowie Chemikerinnen und Chemikern und verbindet wissenschaftliche Grundlagen, moderne Prüfstrategien und das 3R-Prinzip mit praktischen Beispielen aus der toxikologischen Bewertung.

Ein aktueller Schwerpunkt gemeinsamer Forschungsarbeiten liegt auf der Entwicklung und Validierung neuer Methoden zur Erfassung von Effekten von Stoffen auf die Schilddrüsenhormonachse. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt zielt darauf, in vitro-basierte Testsysteme zu entwickeln, zu standardisieren, laborübergreifend zu prüfen und für eine spätere regulatorische Nutzung vorzubereiten.

Die Auszeichnung würdigt bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung tierversuchsfreier, wissenschaftlich robuster und regulatorisch verlässlicher Prüfstrategien. Sie unterstreicht zugleich die Bedeutung einer Toxikologie, die methodische Innovation, Validierung, 3R-Prinzipien und Ausbildung eng verbindet.

News vom 03.07.2026

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