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Apotheker Ferdinand Weinelt

FWe160

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse
Kelchstr. 31
Raum 138 A
12169 Berlin
E-Mail
ferdinand.weinelt[at]fu-berlin.de

Curriculum Vitae

seit 03/2018

Doktorand (Graduiertenprogramm „PharMetrX: Pharmacometrics & Computational Disease Modelling“) im AK Klinische Pharmazie & Biochemie von Frau Prof. Dr. Charlotte Kloft an der Freien Universität Berlin

05/2017 - 10/2017

Zweite Hälfte des Praktischen Jahres für Pharmazeuten, University of Florida, Gainesville

11/2016 - 04/2017

Erste Hälfte des Praktischen Jahres für Pharmazeuten, Fortuna Apotheke, Heidelberg

09/2015

Praktikum in der Abteilung für Medizinische Chemie, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

03/2015 – 05/2015

ERASMUS-Praktikum in der Abteilung für Pharmakologie, Karls Universität, Prag

03/2014

Famulatur in der Galenischen Entwicklung, Dr. Willmar Schwabe GmbH, Karlsruhe

08/2013

Famulatur, Römer Apotheke, Heidelberg

10/2012 - 10/2016

Studium der Pharmazie, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg

06/2012

Abitur am Kopernikus Gymnasium Wasseralfingen

Projekttitel: Antibiotikatherapieoptimierung in Intensivpatienten mit Hilfe von populationspharmakokinetischer -pharmakodynamischer Modellierung und Simulation

 

Beschreibung des Projektes:

Um eine effektive Bekämpfung von bakteriellen Infektionen zu gewährleisten, ist eine zielgerichtete, erreger- und patientenspezifische Antibiotikatherapie notwendig. Für eine erregerspezifische Therapie ist nicht nur das Wirkungsspektrum des Antibiotikums, sondern auch ein geeignete Dosierung und das daraus resultierende effektive Arzneistoffkonzentrations-Zeitprofil am Infektionsort von zentraler Bedeutung. Dieses kann sich nicht nur zwischen verschiedenen Bakterienarten, sondern auch innerhalb einer Art, falls es schon zur Ausbildung eines Resistenzmechanismus gekommen ist, unterscheiden. Zusätzlich kann es in einer Patientenpopulation zu erheblicher Variabilität in dem zur Dosierung korrespondierenden Arzneimittelkonzentrations-Zeitprofil kommen. Auf Grund von krankheitsbedingen physiologischen Veränderungen ist diese Situation besonders häufig bei multimorbiden Intensivpatienten zu beobachten. Da die meisten Dosierungsempfehlungen auf Daten von typisch kranken oder gesunden Populationen beruhen, ist eine wissenschaftliche begründete Dosierungsempfehlung in diesen Fällen allerdings sehr schwierig. Die Nutzung einer Standarddosierung in Intensivpatienten birgt das Risiko von subtherapeutischen oder toxischen Konzentrations-Zeitprofilen und kann so zu einem Therapieversagen, vermehrten unerwünschten Arzneimittelwirkungen oder zur Resistenzentwicklung der Bakterien beitragen.

Deshalb werde ich in meinem Promotionsprojekt die Pharmakokinetik von häufig eingesetzten Antibiotika nach Standarddosierung in Intensivpatienten untersuchen. Hierzu soll basierend auf Serumkonzentrationen des Antibiotikums und patientenspezifischer Charakteristika ein populationspharmakokinetisches, „non-linear mixed effects“ Modell entwickelt werden. In einem ersten Schritt wird die Pharmakokinetik des Antibiotikums charakterisiert, das heißt das typische Konzentrations-Zeitprofil beschrieben und die verschiedenen Ebenen der Variabilitäten zwischen und innerhalb der Patienten quantifiziert. In einem zweiten Schritt werden Kovariaten (z.B. demographische Parameter, Erkrankungsparameter) identifiziert, die interindividuelle Variabilitäten erklären können. Mit Hilfe des Modells können danach verwendete Dosierungsschemata mit dem Fokus auf dem Erreichen von effektiven Arzneistoffkonzentrations-Zeitprofilen in Intensivpatienten überprüft und gegebenenfalls effektivere Dosisregime vorgeschlagen werden. Auf diese Weise soll der Therapieerfolg für jeden Patienten gewährleistet und eine weitere Resistenzausbreitung der Bakterien verhindert werden.