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Förderung für moderne Chemielehre mit Künstlicher Intelligenz

Neues Lehrmodul „AI Literacy and Data Science for Chemists“ integriert KI, Data Science und digitale Forschungspraxis in das Curriculum der Chemie und Biochemie

News vom 26.05.2026

Die Freie Universität Berlin erhält rund 66.800 Euro Sonderförderung aus dem Fonds der Chemischen Industrie für die Integration von Datenwissenschaften in die Chemieausbildung. Der Fonds unterstützt bundesweit 19 Universitäten und vier Hochschulen mit insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro, um Data Science dauerhaft im Chemiestudium zu verankern.

Laborexperimente werden immer häufiger automatisiert ausgewertet und mitttels KI und maschinellem Lernen interpretiert. Wie das geht, können Studierende künftig im englischsprachigen Wahlpflichtmodul „AI Literacy and Data Science for Chemists“ lernen.

„Mit diesem Modul wollen wir Studierende auf eine Arbeitswelt vorbereiten, in der chemische Expertise und digitale Kompetenz zusammengehören“, sagt Prof. Dr. Mathias Christmann, der den Antrag der Freien Universität Berlin leitete. „Wer heute Chemie studiert, sollte nicht nur Moleküle verstehen, sondern auch Daten, Algorithmen und KI-Werkzeuge reflektiert und verantwortungsvoll einsetzen können.“

Das Modul verbindet eine interdisziplinäre Ringvorlesung mit einem projektbasierten Forschungspraktikum. Die Themen sind unter anderem

  • Grundlagen der Programmiersprache Python
  • Prompt Engineering
  • Datenschutz
  • Custom GPTs
  • Forschungsdatenmanagement
  • elektronische Laborjournale
  • KI-gestützte Syntheseplanung
  • Bildanalyse, Spektroskopie
  • Machine Learning in der Moleküldynamik
  • AlphaFold
  • Design of Experiments
  • autonome Workflows für quantenchemische Anwendungen
  • wissenschaftliches Publizieren und der Ethik im digitalen Zeitalter

In den Projektphasen arbeiten die Studierenden mit realen oder realitätsnahen chemischen Datensätzen, entwickeln reproduzierbare Workflows und wenden digitale Methoden in Forschungsprojekten an. Die im Modul entwickelten Lehrmaterialien, Codebeispiele, Praktikumsunterlagen und Dokumentationen stellt die Freie Universität langfristig als offene Bildungsressourcen bereit. So können auch andere Hochschulen, Lehrende, Studierende und Kooperationspartner die Ergebnisse nutzen und weiterentwickeln.

Kontakt:

Prof. Dr. Mathias Christmann, E-Mail: mathias.christmann@fu-berlin.de

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