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Projekt zum effizienteren Einsatz von Antibiotika erhält Förderung der Volkswagen-Stiftung

Prof. Dr. Daniel Klinger forscht am Institut für Pharmazie im Bereich Polymer- und Kolloidchemie.

Prof. Dr. Daniel Klinger forscht am Institut für Pharmazie im Bereich Polymer- und Kolloidchemie.
Bildquelle: Bernd Wannenmacher

News vom 14.02.2019

Eine Forschungsgruppe am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin arbeitet an einem innovativen Verfahren, das den Einsatz von wichtigen Reserveantibiotika verbessern soll. Hierfür entwickelt das Team unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Daniel Klinger am Institut für Pharmazie „intelligente“ polymere Nanogele als „Wirkstoff-Transporter“. Diese Methode unterscheidet sich von bisherigen Forschungsansätzen, welche darauf abzielen, die Abwehrmechanismen resistenter Bakterien durch neu entdeckte oder neu synthetisierte Wirkstoffe zu überwinden. Das fortschrittliche Verfahren der Berliner Forschungsgruppe nutzt hingegen genau diese Abwehrmechanismen resistenter Bakterien für deren Bekämpfung aus: Die zu entwickelnden Nanogele sollen auf die bakterielle Verteidigung „antworten“, indem sie Infektionsherde aufspüren und ausschließlich dort Reserveantibiotika wohldosiert freisetzen. So können schwere Nebenwirkungen dieser Medikamente umgangen und Erkrankungen durch resistente Bakterien zielsicher und effizient bekämpft werden. Zugleich würde sich das Risiko deutlich verringern, dass Krankheitserreger gegen den sparsam eingesetzten Wirkstoff zusätzliche Resistenzen entwickeln. Die Volkswagen-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt für die kommenden eineinhalb Jahre mit einer Summe in Höhe von 120.000 Euro.

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