„Science“ Paper: Wie Böden auf eine immer größere Anzahl von menschengemachten Einflüssen reagieren

News vom 15.11.2019

Die Auswirkung der durch Menschen verursachten Einflüsse auf Böden sollten Erkenntnissen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin zwingend durch die kombinierte Untersuchung mehrerer Faktoren analysiert werden. Wie das Team um den Biologen Prof. Dr. Matthias Rillig herausfand, war es zwar schwierig, die Auswirkungen genau vorherzusagen, wenn viele Faktoren des globalen Wandels in die Analyse einbezogen wurden. Doch Untersuchungen der Bodenfunktionen und Biodiversität zeigten, dass einzelne Faktoren einander bedingten und es vom Untersuchungsteam unerwartete Zusammenhänge bis hin zu "ökologischen Überraschungen" gebe. Zudem gebe es konsistente Trends mit einer zunehmenden Anzahl von hinzugefügten Faktoren, unabhängig davon, welche Faktoren es waren. Für die Studie untersuchten die Ökologinnen und Ökologen in einem Mikrokosmos-Experiment die Auswirkungen von bis zu zehn Faktoren des globalen Wandels, die auf Menschen zurückzuführen sind - etwa Trockenstress oder das Aufkommen von Mikroplastik. Sie fügten dafür eine zunehmende Anzahl solcher Faktoren zufällig hinzu und überprüften die Auswirkungen. Die Studie erschien am Donnerstagabend in der aktuellen Ausgabe des renommierten Magazins "Science".

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Studie

Rillig MC, Ryo M, Lehmann A, Aguilar-Trigueros CA, Buchert S, Wulf A, Iwasaki A, Roy J, Yang. 2019. Die Rolle mehrerer globaler Veränderungsfaktoren bei der Steuerung der Bodenfunktionen und der mikrobiellen Biodiversität. Wissenschaft; DOI: 10.1126/science.aay2832

Kontakt

Prof. Dr. Matthias C. Rillig, Institut für Biologie, Freie Universität Berlin, Telefon +49 30 838 53165; E-Mail: matthias.rillig@fu-berlin.de

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