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Lebensräume und ihre Bewohner

© NatLab

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Was machen diese merkwürdigen Tiere - Kellerasseln und Insekten - da eigentlich? Einige verkriechen sich an schummerigen und feuchten Orten, andere haben einen Ruf als alles fressende biblische Plage und sind dennoch wählerisch oder lernen gutes von besserem Futter zu unterscheiden und versammeln sich zahlreich, obwohl sie keine sozialen Insekten sind.

Die Schüler*innen üben, auf Basis von Erfahrungen und vorhandenem Wissen, qualifizierte Annahmen über das Verhalten und die Fähigkeiten von Tieren in Ihrer Umwelt zu formulieren und darauf aufbauend einfache aber aussagekräftige Experimente zu gestalten und durchzuführen sowie die Mechanismen hinter den oben beschriebenen Phänomenen aufzuklären. Im Anschluss tauschen sich die Schüler*innen über die unterschiedlichen Experimente und die ihnen zugrunde liegenden biologischen Konzepte aus. 

Wichtig für Lehrkräfte: Um den Laborbesuch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren, empfehlen wir die vorherige Teilnahme an unserer kostenlosen Online-Fortbildung. Die Teilnehmenden werden bei der Vergabe von Kursterminen bevorzugt.

 Hier geht es zur Onlinebuchung Die nächsten Kurse finden erstmalig ab Ende Mai 2026 statt. Wenn Sie in unserem Verteiler stehen, bekommen Sie automatisch eine E-Mail, sobald Kurse und Fortbildungen zur Buchung freigeschaltet werden. Wenn nicht, bitte hier eintragen.



Themen:

Abiotische Faktoren wie Temperatur, Feuchte, Licht oder Strukturen, die Schutz bieten, bestimmen das Vorkommen einer Art. Wir erkunden anhand ihres Verhaltens, welche Bedingungen hinsichtlich der Faktoren Licht und Feuchte Asseln bevorzugen. Wir untersuchen wie sich diese Faktoren einzeln auswirken und welchen Standort Asseln wählen, wenn Licht und Feuchte in unterschiedlichen Kombinationen angeboten werden.

Heuschrecken haben den Ruf, alles und insbesondere jede Pflanze zu fressen. Aber stimmt das wirklich? Die Schüler*innen ermitteln experimentell, ob bestimmte Pflanzen bevorzugt oder gemieden werden. Sie gehen der Frage nach, wie Insekten Ihre Nahrung auch ohne Sicht finden können. Und wir versuchen gemeinsam den Perspektivwechsel: Warum schmecken Pflanzen - nicht nur für Menschen - mal gut, mal bitter oder scharf? Verteidigen sich Pflanzen gegen Fressfeinde?

Eine variable und sich beständig verändernde Umwelt erfordert Anpassungen. Lernen bezeichnet die Anpassung des Verhaltens auf Basis vorhergehender Erfahrung. Hier erarbeiten die Schüler*innen, dass Insekten nicht nur lernen können, wie sie zu einer Nahrungsquelle finden, sondern auch ein Gedächtnis für die Qualität der Nahrung ausbilden. Sie ermitteln im Experiment, dass auch Insekten Gutes ablehnen, wenn sie Besseres kennen.

Für Tiere können mehrere Orte gleichermaßen gute Bedingungen aufweisen (Station 1). Dennoch können wir Stare am Herbsthimmel, Fische im Meer oder Feuerwanzen, Schaben und Asseln in bestimmten Ecken von (Schul-)Gebäuden in großen Ansammlungen beobachten, während andere genauso geeignete Orte leer und ungenutzt bleiben. Die Schüler*innen werden erkunden, ob und wie die hier untersuchten Tiere sich gegenseitig anziehen.