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Vielen Dank an alle, die an der Langen Nacht der Wissenschaften mitgewirkt haben!

Lange Nacht der Wissenschaften 2026

Lange Nacht der Wissenschaften 2026
Bildquelle: Marion Kuka

Rund 3.190 Besucher*innen wurden am 06. Juni 2026 insgesamt an den drei Standorten Anorganik, Pflanzenphysiologie und Pharmazie gezählt. Fast genauso viele wie im letzten Jahr – und das, obwohl irgendwann die Akkus der Erfassungsgeräte an zwei Eingängen leer waren und viele Besuche nicht gezählt werden konnten. Es müssen also noch mehr als letztes Jahr gewesen sein!

Damit war BCP wieder der meistbesuchte Fachbereich der Freien Universität. Ob chemische Koch-Show mit Blitz und Knall, Sonnenbrillen- und Koffein-Tests, Kinder-Rallyes durch die Welt der Pharmazie und Biologie, brennende Methan-Mamba auf der Hand oder Cyanotypie mit Farn und Gräsern: Mit Kittel, Schutzbrille, Pinsel und Pipette tauchten Kinder und Erwachsene tief in die Naturwissenschaften ein.

Die nächste Lange Nacht der Wissenschaften findet voraussichtlich am 19. Juni 2027 statt.

Biologie

Das Institut für Biologie in der Königin-Luise-Straße bot eine umfangreiche Kinder-Rallye mit Stempel-Jagd – sie zu bewältigen, war schon ein abendfüllendes Programm: Welche Tiere leben in und an Berliner Teichen? Gibt es auf blühenden Wiesen mehr Insekten als auf gemähten Wiesen? Mit dem fotografischen Verfahren der Cyanotypie konnte man den Umriss von gepressten Pflanzen auf Papier bannen und das Kunstwerk mit nach Hause nehmen.

Auch moderne Forschungsmethoden wie Mikroskopie, Experimente und Planspiele konnten kleine und große Besucher*innen selbst ausprobieren. Als Belohnung für absolvierte Stationen gab es süße Nervennahrung. Auch Jugend forscht war vertreten: Giulia-Matilda Oettl und Martha Treese, Berliner Teilnehmerinnen beim diesjährigen Bundeswettbewerb, stellten ihre Projekte vor, ebenso wie Jonathan Büssow und Hannes Haberecht.

Chemie, Biochemie und Mitmachlabor NatLab

Im Gebäude der Anorganik des Instituts für Chemie und Biochemie präsentierten Studierende des Kurses Wissenschaftskommunikation ihre aktuellen Kreativprojekte, um Biochemie nahbar zu machen. Mit KI-Tools, 3D-Rendering-Software und eigens designten Brett- und Kartenspielen erweckten sie komplexe wissenschaftliche Themen zum Leben.

Nebenan im Mitmachlabor NatLab, wo sonst Berliner Schulklassen ihren Praxisunterricht absolvieren, waren neue Experimente und beliebte Klassiker dabei: Brennstoffzellen verstehen, Methan-Mamba bändigen, Schleim und Seife herstellen, Raupen untersuchen. Der Andrang war riesig, die Stimmung aufgekratzt. „Bitte, bitte – nur noch einmal das Auto umbauen!“, mussten sich Eltern etwa im Raum von Tu Was! anhören: Hobby-Konstrukteur*innen konnten dort aus Bauteilen und Rädern Fahrzeuge unterschiedlichsten Formen zusammenbasteln und eine Rampe hinunterrollen lassen. Drei, sechs und sogar neun Meter Strecke wurden gemessen. Der Trick: möglichst schwer und möglichst wenig Reibungsfläche, die den Boden berührt.

Wer genug experimentiert hatte, ließ sich im großen Hörsaal unterhalten, etwa beim Vortrag über Leuchtphänomene im Labor und in der Natur: Phosphor, Knicklichter, Kristalle oder glühende Käfer, diese Leuchterscheinungen beruhen auf physikalischen Prozessen und chemischen Reaktionen, bei denen Licht erzeugt wird. 

Pharmazie

Im Pharmazie-Gebäude in der Königin-Luise-Straße 2/4 konnten die Besucher*innen unter anderem selbst ihre Blutgruppe bestimmen, den Koffein-Gehalt von Energy Drinks und Schokolade analysieren lassen und Arzneitees mischen. Ob die eigene Sonnebrille ausreichend vor UV-Strahlung schützt, ließ sich mit einem UV-Spektrometer messen. 

Am Beispiel von LSD und Migränemedikamenten erfuhren die Gäste, wie Serotoninrezeptoren funktionieren und warum minimale Unterschiede in der Molekülstruktur völlig unterschiedliche Wirkungen im Gehirn auslösen können. Außerdem konnten an einem Stand in Kooperation mit der DKMS 45 potenzielle Knochenmarkspender*innen registriert werden.