Mikrobiologische Hygiene

Krankheitskeime sind im gesunden Auge nicht gut - und in einem verletzten Auge erst recht nicht.

Untersuchungen (1) zeigen, dass die Zuleitungen der Augenduschen verkeimen, wenn das Wasser dort längere Zeit steht und nicht bewegt wird. Dabei wurden auch Erreger gefunden, die die Bindehaut des Auges entzünden können. Bitte bedenken Sie, dass das Spülwasser im Ernstfall auf ein verletztes Auge losgelassen wird!

Was muss man tun?

Gemäß § 7.2 der BGI/GUV-I 850-0 müssen Augenduschen mindestens ein Mal monatlich geprüft werden. Dazu gehört die Inbetriebnahme, wobei das Wasser ruhig mal ein bisschen laufen soll.

Was kann man tun?

Betrachten Sie die Augendusche nicht als heiliges Objekt, welches nur im wirklichen Notfall angefasst werden darf. Ganz im Gegenteil ist es besser, wenn Sie die Dusche häufiger als nur monatlich in Betrieb setzen. Nach § 7.2 der BGI/GUV-I 850-0 sind sie dazu sogar höchstamtlich und ausdrücklich ermuntert. Haben Sie eine Handbrause mit flexibler Zuleitung, sind Sie im Vorteil, denn Sie können den Brausestrahl dahin richten wo Sie wollen.

  • Nehmen Sie doch mal die schicke Augendusche anstatt immer nur diesen langweiligen Wasserhahn, um z.B. mal das Waschbecken auszuspülen oder irgendeine Schale mit Wasser zu füllen!

Alles, worauf Sie achten müssen ist, dass die Augendusche sauber bleibt. Auch ein verkalkter Brausekopf ist mikrobiologisch nicht einwandfrei.

Sie sollten mindestens ein Mal wöchentlich die Brause in Betrieb nehmen. Ganz unauffällig und fix können Sie dabei z.B. auch Sprühstärke und Verkalkungen mit kontrollieren.


(1) P. M. Kaulfers Gesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 1999,42,722-725