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Auswahl von Schutzhandschuhen

Hinweise zur Verwendung von Schutzhandschuhen findet man in den Sicherheitsdatenblättern oder in der GESTIS-Stoffdatenbank. Bei der labortypischen Vielzahl an Chemikalien wird es oft unzweckmäßig sein, mehr als zwei verschiedene Handschuhmaterialien vorrätig zu halten. Da ohnehin ein Spritzschutz in der Regel ausreichend ist, ist es oft besser, lieber billigere Handschuhe zu verwenden, bei denen es leicht fällt, diese auch nach kurzer Tragedauer zu verwerfen.

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass für eine problematische Chemikalie nur Handschuhe mit unzureichender Standzeit zur Verfügung stehen, kann man die Schutzwirkung durch das Übereinanderziehen zweier Handschuhe wesentlich verbessern. Dazu zieht man unter den Chemikalienhandschuh noch einen Einweghandschuh. Das ist zwar ein bisschen fummelig, aber da zwischen den beiden Handschuhen kein vollflächiger Kontakt besteht, dauert es erheblich länger, bis die Chemikalie bis zur Haut durchgebrochen ist. Wer will, kann dazu auch verschiedene Handschuhmaterialien kombinieren.

Hersteller von Schutzhandschuhen publizieren für ihre Ware Resistenztabellen, die verlässlich sind, weil die Hersteller für die Einhaltung der Angaben haften müssen. Sehr empfehlenswert ist der "Chemikalienmanager" der Firma KCl, bei dem es sich um eine herunterladbare Datenbank handelt.