Springe direkt zu Inhalt

Quecksilber und Quecksilberamalgam in einer Leuchtstoffröhre

In Leuchtstoffröhren wird Quecksilberdampf durch elektrischen Strom zum Leuchten gebracht. Die größtenteils unsichtbare UV-Strahlung wird durch eine Auskleidung der inneren Glaswand vollständig in Licht der gewünschten Wellenlänge umgewandelt, in der Regel um warmweißes oder kaltweißes Licht zu erzeugen, aber z.B. auch, um nur nahes UV-Licht durchzulassen, was dann ein Disco-Schwarzlicht ergibt. In der Wissenschaft sind wir manchmal an der UV-Strahlung des Quecksilbers selbst interessiert, weshalb wir dazu "Leuchtstoffröhren" verwenden, die gar keinen Leuchtstoff mehr enthalten, sondern nur aus einer mit Quecksilberdampf gefüllten Glasröhre bestehen. Ich kann Sie also mal in so eine Röhre hineingucken lassen:

Es bedeuten:

(1) ist eine fabrikneue Röhre mit einem Amalgamkügelchen (A)

(2) ist eine fabrikneue Röhre mit elementarem Quecksilber. Das sind die winzigen Pünktchen bei (Q)

(3) ist eine Röhre, die schon einige Betriebsstunden hinter sich hat. Auf der Glaswand hat sich ein grau bis brauner Niederschlag aus Metalldampf abgesetzt. Ich muss Sie leider enttäuschen: Das ist nur ein bisschen Horror-Quecksilber-Niederschlag, aber vor allem leider Wolfram von der Glühwendel. Das Phänomen ist das gleiche wie bei der ehemaligen Glühbirne: Das Wolfram verdampft allmählich und schlägt sich schwarz am Glaskolben nieder - irgendwand brennt der Wolframfaden dann durch. Auch bei häuslichen Leuchtstoffröhren oder Sparlampen können Sie am Ende der Lebensdauer an den beiden Enden der Glasröhre auch durch die Fluoreszenzbeschichtung hindurch deutlich die schwarze Verfärbung sehen.

-> Zurück