volatile Flüssigkeiten

Lösemittel entsorgen sich selbst.

Wenn Substanzen eine hohe Flüchtigkeit haben, kann man sie einfach ablüften lassen. Verlassen Sie so lange das Labor bzw. halten Sie den Frontschieber des betroffenen Abzuges geschlossen, bis alles verdunstet ist.

Sind größere Volumina leichtentzündlicher Flüssigkeiten verschüttet, entfernen Sie zusätzlich alle Zündquellen (Flammen löschen, Licht und Elektrogeräte ausschalten). Zündfähige Lösemittelmengen sind i.a. nicht atembar. In einem typischen Labor des Instituts mit einem Raumvolumen von ca. 220 m3 müssten bei angenommener Gleichverteilung im Raum z.B. 10 l Diethylether verdampfen, um eine zündfähige Atmosphäre zu erzeugen. Schon ein zehntel der Konzentration erzeugt Schwindelanfälle. Die tatsächliche Konzentrationsverteilung ist schwieriger zu beurteilen, da organische Lösemitteldämpfe einerseits nach unten absinken und sich am Boden durchaus zu zündfähigen Konzentrationen anreichern können. Andererseits werden die Institutslabore (deshalb) gerade auch in Bodennähe abgesaugt. Das Abschalten von Elektrogeräten direkt nach dem Verschütten wird keine Explosionen verursachen, weil die Luftkonzentration dann auf jeden Fall noch zu niedrig ist.