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Anforderungen an den Lösemittelabfall

Hauptsache, es ist ein organischer Abfall

  • Sammelgefäße für Lösemittelabfälle müssen für diesen Zweck zugelassen sein. Sie erkennen das an einer eingestanzten "UN-Nummer". In der Regel stellt die Materialverwaltung Behälter und Etikettierung.
  • Verwenden Sie keine Gefäße mit einem Volumen von mehr als 5 Litern, weil bei größeren Volumina eine Zündung aufgrund elektrostatischer Aufladung nicht mehr auszuschließen ist und hoher Aufwand zur Ableitung statischer Elektrizität erforderlich ist.
  • Entsorgen Sie keine halogenhaltigen Lösemittelabfälle als halogenfreie Lösemittelabfälle!
  • Sie dürfen auch Reagentien in den Lösemittelabfall entsorgen - vorausgesetzt, sie tun das mit einer Vorsicht, die gefährliche Reaktionen ausschließt. Diese Entsorgung ist sicherer, als feste organische Stoffe gesondert zu sammeln. Ein Feststoffgemenge miteinander reaktionsfähiger Stoffe kann nämlich mangels vermittelndem Lösemittel nicht spontan reagieren, sondern tut dies manchmal erst sehr heimtückisch um etliche Stunden verzögert - dann aber, weil es in dem Gemenge keine Ableitung der Reaktionswärme gibt, unter Entflammung. Es kann dann z.B. sein, dass über Nacht das Institut abbrennt. Gibt man hingegen immer wieder kleine Mengen in den Lösemittelkanister, so hat jede Menge für sich die Chance zur Abreaktion, was unschädlich ist, so lange die jeweils hineingegebene Menge klein bleibt. Bei der Abgabe darf der Kanister auch Niederschläge enthalten.
  • Es dürfen keine Schwermetalle in den Lösemittelabfall entsorgt werden.
  • Geringe Mengen Wasser stören nicht, so lange der Inhalt gut brennbar bleibt. Ist das nicht mehr der Fall, muss - teurer - als niedrig kalorischer Abfall entsorgt werden.
  • Überfüllen Sie den Behälter nicht!
  • Schrauben Sie zur Abgabe an die Materialverwaltung gasdicht zu.
  • Sorgen Sie für äußerliche Hygiene und die vorgesehene Etikettierung.