Kann heißer Quecksilberdampf aus einer Energiesparlampe an einer Tapete kondensieren?

Ein Beispiel aus der Hysterie-Küche

Wir erinnern uns noch einmal an Ihr Badezimmer: Wenn Sie so richtig schön warm duschen, so dass sich der Raum aufwärmt, werden die Badezimmerwände nass, weil die warme Luft "mit Wasser gesättigt ist", die Wand aber kalt bleibt und das Wasser deshalb aus der sich dort abkühlenden Luft kondensiert. Wenn Sie 1,5 mg Wasserdampf... - na gut, damit es nicht zu albern klingt: Sie bekommen ein ganzes Glas voll kochendes Wasser und sollen erreichen, dass auch damit Wasser an der Wand kondensiert. Sie werden das nicht schaffen - auch wenn sie das Wasser zur besseren Verteilung teelöffelweise in die Luft werfen - es ist einfach zu wenig!

Wie Sie schon wissen: Das Umweltbundesamt hat nach einem Lampenbruch eine Raumluftbelastung mit Quecksilberdampf in Höhe von 0,35 µg/m3 detektiert. Wie Sie auch schon wissen, beträgt die Sättigungskonzentration 14 mg/m3, das sind 14000 µg/m3. Wenn Sie also 14000 µg / 0,35 µg = 40000 Energiesparlampen zerschlagen, wäre die Raumluft mit Quecksilber gesättigt und Sie müssten anfangen, sich um Ihre Tapeten Sorgen zu machen. Nehmen wir an, Sie hätten das mit den 40000 Lampen geschafft. Genauso, wie Sie Ihre Badezimmerwände nach dem Duschen durch Lüften schnell wieder trocken kriegen, wäre ganz analog auch das Tapetenquecksilber aufgrund der starken Verteilung durch kurzes Lüften wieder eliminierbar.

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