Was ist der Unterschied zwischen Menschen und Regenwürmern beim Umgang mit Quecksilber?

Warum es für Sie Entwarnung gibt, aber nicht für den Regenwurm.

Quecksilber wird auch im Boden oder in Gewässern allmählich zu löslichen Quecksilberverbindungen umgesetzt, die sich dann im Boden oder im Wasser verteilen. Nicht nur Regenwürmer sterben davon, sondern es gibt wohl kaum einen biologischen Organismus, der Quecksilber beliebig vertragen kann. Wenn Ihnen ein Thermometer oder eine Sparlampe zerbricht, schwimmen Sie nicht zusammen mit dem Quecksilber im gleichen Wasser oder krabbeln in der gleichen Erde, sondern Sie stehen in ausreichendem Abstand daneben oder haben sogar schon alles weggelüftet, was dem armen Regenwurm leider versagt bleibt. Deswegen hat der Regenwurm ziemliche Probleme, Sie aber nicht! Was also für Sie in der Wohnung gefahrlos handhabbar ist, ist in die Umwelt verbracht ein teuflisches Dauerproblem, denn Quecksilber bleibt immer Quecksilber - es kann nicht zu etwas harmlosen abgebaut werden.

Gewiss: Wenn nur Sie und nur ein Mal eine kaputte oder ganze Leuchtstofflampe mit dem Hausmüll wegwerfen, wird von den 1,5 mg Quecksilber nicht gleich der ganze Landkreis für Regenwürmer unbewohnbar. Wenn aber alle 80 Millionen Einwohner Deutschlands pro Jahr ein mal eine Quecksilberlampe in den Hausmüll werfen, landen 120 kg Quecksilber pro Jahr in der Umwelt. Die Regenwürmer wollen das nicht! Wollen Sie das? -

Na, sehen Sie ...

Gebrauchte Leuchtstofflampen und Fieberthermomter müssen Sie also Sondermüll entsorgen und dürfen Sie nicht in den Hausmüll geben. Das gilt auch für Scherben, die sich jetzt in Tüten oder Nutella-Gläsern befinden. Um das Quecksilber aus alten Energiesparlampen herauszuholen, werden diese übrigens mit voller Absicht kurz und klein geschlagen, worauf durch Sieben oder Auswaschen dieser weißliche Belag separiert wird, der das Quecksilber enthält. Das Quecksilber wird durch Erhitzen ausgetrieben und aufgefangen. Chemiker nennen das "destillieren".

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