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Ubiquitäre Quecksilberbelastung

Wussten Sie, dass Sie ständig einer Quecksilberbelastung ausgesetzt sind?

Quecksilber nehmen Sie tagtäglich auf vielfältige Arten auf:

  • Am meisten durch Fischverzehr
  • Durch Amalgam-Zahnfüllungen, vor allem, wenn sie sehr alt sind oder vom Zahnarzt ausgebohrt werden,
  • Durch die Atemluft

Speisefisch darf 1 mg Quecksilber pro Kilogramm enthalten, die 200-g-Fischmahlzeit also 0,2 mg. Wenn Sie das tun was Ernährungssachverständige empfehlen, nämlich ein Mal pro Woche Fisch zu essen, wäre es theoretisch denkbar, dass sie 52 0,2-mg-Dosen, also 10,4 mg Quecksilber pro Jahr verzehren. Das entspricht dem Quecksilbergehalt von 4 Energiesparlampen. Natürlich wird es in Wirklichkeit weniger sein, weil nicht jeder Fisch bis zur Kante belastet ist. Die ganze Rechnerei diente ja aber nur dem Zweck herauszubekommen, an welchen Stellen man welche Belastungen für akzeptabel hält. Der Vergleich hinkt formal ein wenig, weil im Fisch das Quecksilber chemisch gebunden ist - allerdings wandelt auch der menschliche Körper das elementare Quecksilber in giftige Verbindungen um.

Die ubiquitäre Belastung mit Quecksilber ist noch nicht besorgniserregend, steigt jedoch durch menschliche Einflüsse stetig an und beträgt in der Atmosphäre derzeit 2 - 10 ng/m3 mit Spitzenwerten bis zu 100 ng/m3. Quecksilber wird z.B. bei der Kohleverbrennung freigesetzt. Sie haben vielleicht schon mal von Berechnungen gehört, dass durch den hohen Stromverbrauch alter Glühbirnen mehr Quecksilber in die Umwelt gelangt ist als eine Sparlampe enthält.

Quecksilberverbindungen werden überdies medizinisch zur Wund-Desinfektion oder zur Konservierung von Arzneien (z.B. Augentropfen) verwendet. Sie sollten jetzt der Versuchung wiederstehen, das alles dann ja noch für viel schlimmer zu halten, weil Sie nun nicht nur durch die jetzt gerade auf Ihrem Fußboden befindlichen Scherben, sondern auch noch durch Zahnfüllungen, Nahrungsmittel und Medikamente täglich ein bisschen mehr vergiftet werden. Es ist vielmehr umgekehrt so, dass Sie auch im täglichen Leben einer gewissen Quecksilberbelastung ausgesetzt sind, die Sie bisher nie nachteilig empfunden oder auch nur bemerkt haben, weil - siehe oben - der Körper mit so einer kleinen Giftmenge folgenlos fertig wird.

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