Zur Änderung der Lebenserwartung nach häuslicher Quecksilberfreisetzung

Das mit dem Testament kann ruhig noch warten.

  • Sie fallen nicht gleich tot um, bloss weil ein paar Kügelchen Quecksilber oder Leuchtstofflampensplitter verstreut auf dem Boden liegen. Wenn Sie auch andere Seiten gegoogelt und dabei Bilder oder sogar Filmchen gesehen haben, bei denen winzige Mengen verschütteten Quecksilbers unter dem Schutz einer Atemschutzmaske (Volksmund: "Gasmaske") beseitigt wurden, so betrachten Sie das bitte als dramaturgische Angstmache, mit der nur die Bereitschaft zum Kauf bestimmter Produkte gefördert werden soll. Glauben Sie keinen geltungssüchtigen Hysterikern, die Ihnen weismachen wollen, dass "jährlich eine Milliarde Menschen" durch Quecksilber(amalgam) "umgebracht" werden oder dass das Glühlampenverbot zugunsten von Sparlampen nur auf einen gigantischen menschenverachtenden Bonzenkomplott von gewinnsüchtigen Großkonzernen zurückzuführen sei.
  • Eine akute - und also kurzzeitige - Quecksilberexposition ist unter den Bedigungen eines in der Wohnung zerbrochenen Thermometers oder einer Energiesparlampe harmlos - auch wenn Sie lesen, dass bei einem solchen Malheur die gesundheitlichen Grenzwerte für Quecksilber überschritten werden. Diese Grenzwerte gelten für eine Dauerbelastung. Auch wenn das Malheuer dicht vor der Nase Ihres Kleinkindes passiert ist, ist das also kein Problem, obwohl Kinder empfindlicher auf Quecksilberbelastungen reagieren als Erwachsene. Nur wenn Ihr Kind die nächsten Monate mit den silbrigen Kügelchen spielen darf, wird es Schaden nehmen. In der Gestis Stoffdatenbank können Sie nachlesen, dass auf der ganzen Welt bisher nur etwa 10 Fälle einer akuten tötlichen Quecksilbervergiftung bekannt geworden sind. Die Opfer waren Leute, die in quecksilberhaltigen Tanks herumgekrabbelt sind oder unter ungünstigen Bedingungen neben heißem Quecksilber gestanden haben.

 

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