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Hydrazin

Leicht desaktivierbar

Gebinde werden als Einzelgebinde entsorgt.

Desaktivierung

Hydrazin wird durch Wasserstoffperoxid augenblicklich zu Stickstoff und Wasser oxidiert. Bei nicht ausreichender Verdünnung ist die Reaktion sehr heftig. Es wird bis zum Abklingen der Gasentwicklung mit der Peroxidlösung versetzt. Noch genauer ist eine Endpunktskontrolle durch Bestimmen des freien Peroxids, z.B. mit Kaliumiodid/Eisessig (Siehe "Organikum"). Die abreagierte Mischung kann ins Abwasser gegeben werden. Ein moderater Überschuss an Peroxid ist dabei ökologisch nicht problematischer als die oxidierende Waschlauge in der häuslichen Waschmaschine. Auch mit Hydrazin benetzte Geräte können mit verdünnter Wasserstoffperoxidlösung dekontaminiert werden.