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Chromverbindungen

Gebinde nicht behandeln, aus Lösungen möglichst fällen

  • Nach der Indirekteinleiterverordnung des Landes Berlin darf Wasser mit mehr als 0,2 mg/l Gehalt nicht ins Abwasser gegeben werden. Die Oxidationsstufe spielt dabei keine Rolle.

Reinsubstanzen

Reine Chromverbindungen müssen zur Entsorgung nicht behandelt werden, sondern werden als Einzelgebinde entsorgt.

Aufkonzentrieren von Chromsalzen aus verdünnten wässrigen Lösungen

Chromsalzlösungen fallen auch nach der Oxidation organischer Substanzen üblicherweise als wässrige Lösungen an, die ein beträchtliches Volumen annehmen können, wenn das erhaltene Produkt sorgfältig chromfrei gewaschen werden soll. Die entstehenden Mengen verursachen entsprechende Kosten. Eine Ausfällung des Chroms kann die Entsorgungskosten entsprechend verringern. Vorsicht: Sofern eine essigsaure Salzlösung vorliegt, ist die Abtrennung des Chroms nach der nachfolgenden Vorschrift möglicherweise nicht vollständig!

  • Reduzieren Sie in der schwach sauren Lösung mit einer möglichst konzentrierten Disulfitlösung alle enthaltenen Chrom(VI)-Verbindungen zu Chrom(III)-Salzen. Ermitteln Sie die dazu erforderliche Menge falls möglich durch stöchiometrisches Rechnen! Bei unbekanntem Gehalt müssen Sie einen ausreichenden Überschuss verwenden.
  • Stellen Sie den pH-Wert der Lösung auf 7-11 ein, um das Chrom(III) als Chromhydroxid auszufällen! Vorsicht: Chrom-III ist amphoter und löst sich daher in stärker basischer Lösung wieder auf! Es ist schwierig, diesen Bereich zu treffen, da die Mischung im Bereich 7-11 nicht puffert, wohl aber darüber und darunter!
  • Filtrieren Sie den entstandenen grünen sehr voluminösen Niederschlag durch einen großen Faltenfilter ab und geben Sie diesen noch feucht in das Sammelgefäß!
  • Das Filtrat ist daraufhin zu kontrollieren, ob die Chromverbindungen quantitativ abgetrennt worden sind. Farblose Lösungen sind sicher chromfrei. Ansonsten ist die Vollständigkeit der Fällung durch geeignete Mittel zu kontrollieren. (z.B. Fällung als gelbes Bariumchromat aus einer mit Essigsäure/Natriumacetat neutral eingestellten und gepufferten Lösung.
  • Zur Verhinderung des Freisetzens von Stäuben werden alle verwendeten Geräte sofort nach der Benutzung gereinigt.

Chromschwefelsäure sollte im Labor nicht mehr verwendet werden. Sofern noch Restbestände aufgefunden werden, können diese unbehandelt in der Materialverwaltung abgegeben werden. Eine Fällung als Chrom(III)-Salz wie beschrieben wäre sehr aufwändig, da stark verdünnt und mit großen Mengen Lauge neutralisiert werden müsste. Zudem wäre gfls. mit Ausfällungen von nicht sehr gut wasserlöslichem Natriumsulfat zu rechnen.