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Der Molekularbiologe Ferdi Ridvan Kiral erhält einen Ernst-Reuter-Preis für seine Dissertation

Ferdi Ridvan Kiral untersuchte in seiner Doktorarbeit, wie Neuronen im Hirn die richtigen Partner für Kommunikation finden.

Ferdi Ridvan Kiral untersuchte in seiner Doktorarbeit, wie Neuronen im Hirn die richtigen Partner für Kommunikation finden.
Bildquelle: Kiral Photo

News vom 06.12.2021

Am 4. Dezember 1948 wurde die Freie Universität Berlin gegründet. Zur Feier des Gründungsjubiläums werden jedes Jahr die besten Dissertationen an der Freien Universität mit dem Ernst-Reuter-Preis ausgezeichnet. Die Preise sind, wie der Geburtstag der Universität selbst, nach dem ehemaligen Berliner Oberbürgermeister Ernst Reuter benannt, der die Gründung maßgeblich unterstützt hatte. Gestiftet werden die mit jeweils 5000 Euro dotierten Auszeichnungen von der Ernst-Reuter-Gesellschaft der Freunde, Förderer und Ehemaligen der Freien Universität Berlin e.V.

Der Molekularbiologe Ferdi Ridvan Kiral erhielt eine der fünf Auszeichnungen für seine Dissertation mit dem Titel „The development and maintenance of synaptic specificity in the fly visual system”. Einem Laien würde er das Thema der Arbeit folgendermaßen erklären: „Ich habe untersucht, wie Neuronen in einem winzigen Fliegenhirn die richtigen Partner für die richtige Kommunikation finden. Aus der Sicht einer Fliege ist dies sehr wichtig, damit sie ihre Umgebung wahrnehmen, Nahrung finden und Freundschaften mit anderen Fliegen schließen kann.“

Ferdi Ridvan Kiral studierte Molekularbiologie und Genetik (Bachelor) an der Middle East Technical University in Ankara, Türkei. Danach wechselte er an die Bogazici-Universität in Istanbul, Türkei, und schloss dort seinen Master bei Prof. Dr. Arzu Celik ab, der sich vor allem mit der „Entwicklungsneurobiologie“ befasst. Der nächste Forschungsort war die Freie Universität, dort promovierte von 2015 bis 2020 bei Prof. Dr. Robin Hiesinger über die Gehirnströme im visuellen System der Fruchtfliege „Drosophila melanogaster“. Anschließend wechselte er als Postdoktorand an die Yale University und arbeitet derzeit mit menschlichen Stammzellen, um Mini-Hirnorganoide zu erzeugen. Anhand dieser Organstrukturen, die mithilfe von Stammzellen in vitro erzeugt werden, untersucht er die menschliche Neuroentwicklung und neurologische Erkrankungen.

>>Zum Campusleben-Artikel über den Ernst-Reuter-Tag mit Gastredner Rangar Yogeshwar

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