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Ein neues Kapitel in der Biosphärenforschung mit mikrobiellen Systemen

News vom 22.05.2019

Im Rahmen einer Studie haben sich Biologen der Freien Universität Berlin und der University of Virginia (USA) mit der Weiterentwicklung von Konzepten zur Entwicklung sogenannter abgeschlossener ökologischer Systeme auseinandergesetzt; bei solchen Systemen findet ein Austausch von Energie zum Beispiel in Form von Licht statt, jedoch kein Materieaustausch mit der Umgebung. Ziel der Studie ist, die Voraussetzungen und Konzepte zu entwickeln, um experimentelle Untersuchungen von abgeschlossenen Ökosystemen zu ermöglichen. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1904326116). Unterstützt wurde das Projekt von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und von einem ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates.

Ausgangspukt für die Biologen ist das in den 1990er Jahren im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona durchgeführte Experiment Biosphere-2. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchten dabei, ein von der Außenwelt unabhängiges, sich selbst erhaltendes Ökosystem zu schaffen. Nach zwei Versuchen wurde das Experiment abgebrochen. "Man kann Biosphere-2 als gescheitert betrachten. Der Versuch, ein abgeschlossenes ökologisches System zu bauen, sollte recht schwer sein", sagt Prof. Dr. Matthias Rillig von der Freien Universität; er ist gemeinsam mit Prof. Dr. Janis Antonovis von der University of Virginia Autor der Studie.

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Veröffentlichung

Rillig MC, Antonovics J. 2019. Microbial biospherics for the experimental study of ecosystem function and evolution. Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA. DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1904326116

Kontakt

Prof. Dr. Matthias C. Rillig, Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der Freien Universität Berlin, Institut für Biologie, Ökologie der Pflanzen, Telefon: 030 / 838 53165, E-Mail: matthias.rillig@fu-berlin.de

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