Infos zu kumulativen Arbeiten

Eine kumulative Arbeit kann aus veröffentlichten und/oder unveröffentlichten Einzelarbeiten bestehen, die eine in sich abgeschlossene Darstellung der Forschungsarbeiten und ihrer Ergebnisse enthalten muss.

Hinsichtlich Publikationsanzahl oder Impactfaktor gibt es keine Vorgaben.

Zusätzlich zu den in § 7 Abs. 5 vorgesehenen Angaben muss eine kumulative Arbeit eine Liste mit den Titeln der Einzelarbeiten, einer Einleitung und einem verbindendem Text enthalten, der die in die kumulative Arbeit eingefügten Einzelarbeiten übergreifend interpretiert, bewertet und diskutiert. Die Arbeit muss einen Gesamttitel erhalten.

Bei schriftlichen Promotionsleistungen die in Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern entstanden sind, muss der Anteil der Doktorandin oder des Doktoranden eindeutig abgrenzbar und bewertbar sein. Die Doktorandin oder der Doktorand ist verpflichtet, ihren oder seinen Anteil bei Konzeption, Durchführung und Berichtsabfassung im Einzelnen darzulegen.

Bitte beachten Sie, dass die Dissertation nach der Disputation veröffentlicht und bei der Hochschulschriftenstelle der Universitätsbibliothek abgeliefert werden muss, da dies die Voraussetzung für den Urkundenerhalt und somit die Gradführung ist. Bereits veröffentlichte Einzelarbeiten (Publikationen) müssen nicht mehr publiziert werden. Allerdings müssen sie in den in der Universitätsbibliothek abzuliefernden Belegexemplaren - mit Angaben zum ursprünglichen Erscheinungsort - enthalten sein. Bei elektronischen Veröffentlichungen sind diese Einzelarbeiten ebenfalls mit abzuliefern. Wenn kein einfaches Nutzungsrecht für eine Zweitveröffentlichung auf dem Dokumentenserver vorliegt, bleiben sie für die Öffentlichkeit unzugänglich bzw. werden nach Maßgabe §38 Urheberrechtsgesetz mit einem Embargo von 12 Monaten versehen.

Bitte bedenken Sie, dass eingereichte jedoch noch nicht angenommene Arbeiten oftmals auf Verlagswunsch überarbeitet werden müssen und diese somit letztendlich stark von der Prüfungsfassung abweichen. Im Rahmen der durch die Promotionsordnung vorgeschriebenen Veröffentlichungspflicht muss jedoch die Prüfungsleistung, also die bei der FU eingereichte Version veröffentlicht werden. Klären Sie daher im Vorfeld, ob Ihr Vertrag mit dem Verlag eine anderweitige bzw. von der Endversion abweichende Publikation ermöglicht, da in diesem Fall nicht mehr auf die dann erfolgte Publikation verwiesen werden kann.

Wenn der Verlag dem Promovenden eine Publikation außerhalb des Verlages nicht gestattet, gilt die Publikationspflicht erst als erfüllt, wenn die eingereichten Arbeiten über den Verlag auch tatsächlich veröffentlich wurden. Klären Sie daher vorab, wann die Artikel tatsächlich publiziert werden, da es ansonsten passieren kann, dass Sie nach der Disputation längere Zeit Ihren Doktorgrad nicht führen können, da die Voraussetzungen zur Urkundenverleihung nicht erfüllt werden können. Es ist daher überlegenswert, ob nur bereits angenommene Publikationen in die Dissertation eingebracht werden sollten.

Wir empfehlen allen Promovenden, sich bei der Veröffentlichung von Einzelarbeiten durch kommerzielle Verlage ein einfaches Nutzungsrecht zur Veröffentlichung auf dem universitären Dokumentenserver vorzubehalten. Das kann z.B. durch Aufnahme folgender Klausel in den Autorenvertrag geschehen:

"Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin hat das Recht, den Artikel mit dem Zeitpunkt seines Erscheinens (alternativ 3 oder 6 Monate nach Erscheinen des Artikels) der Öffentlichkeit über den Dokumentenserver oder sonstiger Form frei zugänglich zu machen."

Die meisten großen Wissenschaftsverlage gewähren mittlerweile ein solches Recht auf Zweitveröffentlichung auf einem Dokumentenserver; siehe dazu auch die SHERPA/RoMEO-Liste <http://www.sherpa.ac.uk/romeo/>.