Institut_Pharmazie

Nanoderm

Nanopartikuläre Targeting-Systeme für die Dermatotherapie

Ziel des Konsortiums, bestehend aus zwei Industriepartnern und der Freien Universität Berlin, ist die Entwicklung von innovativen Topika nanopartikulärer Struktur zur Behandlung von Akne und aktinischer Keratose. An der FU Berlin werden für die Therapie der aktinischen Keratose Polymerasehemmstoffe entwickelt und in nanopartikuläre Trägersysteme eingearbeitet, um die kutane Resorption zu verbessern (Leitung: Prof. Schäfer-Korting).

Unter der Leitung von Dr. Karlheinz Nocker (Medizinischer Direktor, YORK Pharma GmbH) wird die Entwicklung von Sphingosin-1-Phospat (S1P) zur Behandlung der Akne vorangetrieben. An diesem Teilprojekt sind weitere Hochschulen (Charité Berlin, Fachhochschule Gießen-Friedberg) und Industriepartner (C.P.M Contract Pharma, (Feldkirchen); chiracon (Luckenwalde) beteiligt. Die dreijährige Projektlaufzeit schließen eine Synthese von S1P, präklinische Forschungsarbeiten und die galenische Entwicklung  ein.

Ziel des Teilprojektes der RIEMSER Arzneimittel AG (Leitung: Dr. Dagmar Braun) ist die Entwicklung eines gleichermaßen effizienten und verträglichen lokal wirksamen Polymerase-Hemmers zur Behandlung des hellen Hautkrebses. Wirkstoffkandidaten werden an der Heinrich-Heine Universität mathematisch modelliert, an der FU Berlin synthetisiert und pharmakologisch geprüft. Für die Testung der mit Zytostatikum beladenen Nanopartikel sollen am Fraunhofer-Institut IGB und von euroderm GmbH dreidimensionale Hauttumormodelle entwickelt werden.

Im Anschluss an die dreijährige Projektlaufzeit werden beide Arzneimittel in Humanversuchen getestet. Die Industriepartner werden sodann das für die Zulassung notwendige klinische Entwicklungsprogramm starten.