Apothekerin Johanna Melin

Johanna Melin

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse Kelchstr. 31
Raum 130A
12169 Berlin
Telefon 030-838 50662
E-Mail johanna.melin[at]fu-berlin.de

Curriculum Vitae

 
 

Seit 04/2013 Doktorandin (Graduate Research Training Program „PharMetrX“, Pharmacometrics & Computational Disease Modelling) im Arbeitskreis (Klinische Pharmazie & Biochemie) von Frau Prof. Dr. Charlotte Kloft
08/2012 Approbation als Apothekerin
02/2012-07/2012 Praktisches Jahres in der Apotek Hjärtat Bellevuegården (Malmö, Schweden)
08/2011-01/2012 Master Arbeit “Population Pharmacokinetic analysis of Atorvastatin and Rosuvastatin in critically ill patients with Sepsis” im Therapeutics Research Centre, School of Medicine, University of Queensland (Brisbane, Australien)
08/2006-08/2012 Pharmazie-Studium an der Universität Götheburg, Schweden
08/2002-06/2005 Abitur am Aranäsgymnasiet (Kungsbacka, Schweden)

Forschungsschwerpunkte

 

Forschungslinie 2: Pharmakometrische Datenanalyse
 

 „Pharmakokinetik von Hydrocortison in pädiatrischen Patienten mit Adrenogenitalem Syndrom“

Das Adrenogenitale Syndrom (AGS) ist eine Gruppe autosomal-rezessiv vererbter Stoff- wechselkrankheiten, die mit einer Störung der Cortisolbiosynthese einhergehen. Niedrige Cortisolkonzentrationen führen zu einem hormonellen Ungleichgewicht mit Androgenüber- schuss und in weiterer Folge zu Symptomen wie Virilisierung, Hirsutismus und verfrühter Pseudopubertät. Die Prävalenz der klassischen Form des Adrenogenitalsyndroms liegt bei 1/15000 Neugeborenen, während leichtere, teils symptomlose Verlaufsformen deutlich häufiger auftreten.

Eine besondere Bedeutung bei der Therapie sich im Wachstum befindlicher pädiatrischer AGS-Patienten kommt der Substitution von Hydrocortison zu. Die Therapie gestaltet sich insofern schwierig, als zu hohe Dosen ein Risiko für Cushing Syndrom bergen, zu niedrige Dosen jedoch eine Addison-Krise oder das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen. Aus diesen Gründen besteht insbesondere bei pädiatrischen Patienten ein hoher Bedarf nach Optimierung bestehender Therapieregimes.

Das Ziel meiner Doktorarbeit ist, mittels des populationspharmakokinetischen Ansatzes die Pharmakokinetik von Hydrocortison in pädiatrischen Patienten vom Säuglings- bis ins Er- wachsenenalter zu beschreiben. Durch Kombination der Pharmakokinetik von Hydrocortison mit krankheitsspezifischen Biomarkern soll ein pharmakokinetisch-pharmakodynamisches Modell entwickelt werden, welches zur Therapieoptimierung bei pädiatrischen AGS-Patienten beitragen soll. Darauf basierend soll ein Therapeutisches Drug Monitoring für einen späteren Klinikeinsatz etabliert und evaluiert werden.