Apothekerin Lena Klopp-Schulze

Lena Klopp-Schulze

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse Kelchstr. 31
Raum 138A
12169 Berlin
Telefon 030-838 50620
E-Mail lena.klopp-schulze[at]fu-berlin.de

Curriculum vitae

 
 

Seit 05/2014 Doktorandin im Arbeitskreis Klinische Pharmazie von Frau Prof. Dr. Charlotte Kloft
01/2013-04/2014 Apothekerin in der Stern Apotheke, Heidelberg
12/2013 Approbation als Apothekerin
05/2013-11/2013 Pharmazeutin im Praktikum in der Stern Apotheke, Heidelberg
10/2012-04/2013 Pharmazeutin im Praktikum am Department of Pharmaceutics unter der Leitung von Prof. Derendorf, University of Florida, Gainesville, USA
02-05/2011 ERASMUS-Praktikum am Department of Clinical Science, Intervention and Technology, Karolinska Institutet, Stockholm, Schweden
03/2010 Famulatur in der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
09/2009 Famulatur in der Nicolai Apotheke, Eckernförde
09/2008-10/2012 Pharmaziestudium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
07/2007 Abitur an der Peter-Ustinov-Schule, Eckernförde

Forschungsschwerpunkte

 

„Populationspharmakogentische/-pharmakokinetische/-pharmakodynamische Modellierung von Tamoxifen in der Brustkrebstherapie“

Tamoxifen wird als Standardtherapie seit vielen Jahren zur adjuvanten und palliativen Behandlung, sowie zur Prävention von Östrogenrezeptor (ER)-positiven Mammakarzinomen eingesetzt. Als selektiver ER-Modulator (SERM) greift Tamoxifen mit anti-östrogener Wirkung zielgerichtet in das Tumorwachstum im Brustgewebe ein. Tamoxifen unterliegt einem komplexen hepatischen Metabolismus, bei dem die Cytochrom-P450-Enzyme CYP2D6 und CYP3A4/5 eine wichtige Rolle spielen. Es werden klinische aktive Metabolite gebildet, von denen Endoxifen als am relevantesten angesehen wird. Da diese Metabolite eine deutlich höhere Aktivität am ER zeigen als Tamoxifen selbst, wird Tamoxifen auch als Prodrug bezeichnet. Für das an der Bioaktivierung beteiligte Enzym CYP2D6 sind viele verschiedene genetische Polymorphismen bekannt. Zahlreiche Polymorphismen führen zu Defiziten in der Enzymaktivität und Beeinflussen die Bildung von Endoxifen. Unabhängige Studien haben den Zusammenhang zwischen CYP2D6-Phenotyp und Endoxifen-Plasmakonzentrationen sowie klinischem Ansprechen untersucht. Die Ergebnisse sind jedoch widersprüchlich und die Bedeutung von CYP2D6 für das Therapieansprechen ist umstritten.

Das Ziel meiner Doktorarbeit ist, ein pharmakogenetisches (PGx)/pharmakokinetisches (PK)/pharmakodynamisches (PD) Model zu entwickeln, um zeitabhängige Konzentrations- und Wirkungsprofile von Tamoxifen und den aktiven Metaboliten mathematisch zu beschreiben. Außerdem soll die Auswirkung genetischer Variabilität auf die Bildung von Endoxifen untersucht werden. Im zweiten Schritt wird der Zusammenhang zwischen Endoxifen-Plasmakonzentrationen und dem therapeutischen Ansprechen, das Ergebnis der Tamoxifen-Therapie, mathematisch analysiert und beurteilt.

Schlussendlich ist es das Ziel, das entwickelte In-silico-Model zu nutzen und gestützt auf Simulationen die Tamoxifen-Therapie zu optimieren und dadurch eine erfolgreiche, individuelle Behandlung des Patienten zu ermöglichen.