Pharmazeutin (Master der Pharmazie) Ana-Marija Grišić

Ana-Marija Grisic

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse Kelchstr. 31
Raum A130
12169 Berlin
Telefon 030-838 50662
E-Mail ana-marija.grisic[at]fu-berlin.de

Curriculum Vitae

 

 

Seit 03/2016

Doktorandin (Graduiertenprogramm „PharMetrX: Pharmacometrics & Computational Disease Modelling“) im AK Klinische Pharmazie & Biochemie von Frau Prof. Dr. Charlotte Kloft an der Freie Universität Berlin

11/2014-02/2015

Deutsches Sprachzeugnis (B2), Deutschkurse bei der Ludwig-Maximilians-Universität München

08/2013-09/2013

Praktikum an dem Institut für Pharmazie, Arbeitsgruppe Biopharmazie von Prof. Dr. rer. nat. habil. Dr. h. c. R. Neubert, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle

10/2009-07/2014

Masterstudium der Pharmazie, Univerzitet u Novom Sadu (Universität Novi Sad), Serbien

02/2009

Sprachzertifikat in Advanced English (C1), University of Cambridge ESOL Examinations

Forschungsschwerpunkte

Forschungslinie 2: Pharmakometrische Datenanalyse


“Pharmakokinetische und pharmakodynamische Modellierung von monoklonalen Antikörper”

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind entzündliche Veränderungen des Gastrointestinaltraktes (GIT). Zu den zwei häufigsten Arten von CED gehören Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, welche sich in ihrer Symptomatik und durch die Art des Befalls im GIT unterscheiden. In CED-Patienten sind die Expression von Zytokinen (z.B. Tumornekrosefaktor, TNF) und die Zahl der Immunzellen erhöht. Zu den häufigsten Krankheitssymptomen gehören Diarrhoe, Bauchschmerzen, Mangelernährung und Erschöpfung.

Immunsuppressive und anti-inflammatorische Arzneimittel gehören zur Standardtherapie von CED-Patienten. Bei vielen Patienten spricht die Therapie jedoch nicht an oder verliert nach einiger Zeit ihre Wirkung. Als Alternative in der Behandlung von CED werden spezifische monoklonale Antikörper (mAbs) eingesetzt. Diese Antikörper sind therapeutische Proteine („Biologicals“), die mit hoher Spezifität an ihre Zielmoleküle binden und eine lange Halbwertzeit besitzen. Diese Eigenschaften machen mAbs zu vielversprechenden Arzneimitteln. Ein solcher mAb ist Infliximab, ein IgG1-Antikörper gegen TNFα.

Für eine erfolgreiche Behandlung mit mAbs sind weitere Studien erforderlich, mit denen bisherige Wissenslücken beseitigt und eine optimale Strategie zur Dosierung entwickelt werden können. Die Immunogenität, insbesondere die Bildung von Anti-Drug-Antikörpern (ADAs), und ihren Einfluss auf die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von mAbs sind wichtige Fragen, die weitere Untersuchung erfordern.

In-silico-Modellierung bietet einen äußerst wertvollen Ansatz zur Analyse von spärlichen klinischen Daten, wie es oft der Fall ist bei mAb-Daten. Ferner ermöglicht dieser Ansatz die Bewertung des Einflusses von Patienten-spezifischer Charakteristika (Covariaten) auf die Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und den Krankheitsverlauf.

Der Schwerpunkt meiner Doktorarbeit liegt in der Evaluierung von populationspharmakokine- tischen Covariaten und der Beurteilung des Einflusses von ADAs auf die Pharmakokinetik von mAbs. Die Ergebnisse sollen das Wissen über die Pharmakokinetik von Infliximab erweitern und letztendlich die individuelle Behandlung von CED mit Infliximab optimieren.