Apothekerin und Diplom-Pharmazeutin Eva Göbgen

Eva Göbgen

Institut für Pharmazie

Klinische Pharmazie & Biochemie

Freie Universität Berlin

Adresse Kelchstr. 31
Raum 216
12169 Berlin
Telefon 030-838 50659
E-Mail eva.goebgen[at]fu-berlin.de

Curriculum Vitae


Seit 10/2013

Doktorandin im AK Klinische Pharmazie von Frau Prof. Dr. Charlotte
Kloft

07/2013

Approbation als Apothekerin

11/2012 - 04/2013

Pharmazeutin im Praktikum "Apotheke am Hochmeisterplatz", Berlin

04/2012 - 09/2012

Diplomandin im AK Klinische Pharmazie von Frau Prof. Dr. Charlotte
Kloft

02/2009 - 03/2009

Famulatur in der "Rathaus Apotheke", Neunkirchen

03/2008

Famulatur in der "Rathaus Apotheke", Neunkirchen

10/2007 - 03/2012

Studium der Pharmazie, Freie Universität Berlin

05/2007

Abitur am Siegtal-Gymnasium Eitorf

Forschungsschwerpunkte


Forschungslinie 1: Bioanalytik & Mikrodialyse und Zellkultur

Die Entdeckung von Penicillin 1928 durch Fleming führte zur Entwicklung der Antibiotika und stellt eine der größten Errungenschaften in der Pharmazie dar. Die Antibiotika ermöglichen eine wirkungsvolle Behandlung in der Bekämpfung schwerwiegender Infektionskrankheiten wie der Endokarditis oder der Pneumonie. Durch ihren Einsatz war es möglich, dass bakterielle Infektionen als Todesursache laut Statistischem Bundesamt in 2012 weit hinter Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückgefallen sind. Durch wenige Neuzulassungen von Antibiotika und v.a. die Zunahme von Resistenzen in Bakterien wird der verantwortungsvolle Umgang mit den vorhandenen Antibiotika immer wichtiger. Optimierte Dosierungsrichtlinien in Form von Patientengruppen-adaptierten Dosierungsschemata stellen daher eine zeit- und kostensparende Methode zum Einsatz von Antiinfektiva dar. Die Entwicklung der Dosierungsschemata erfolgt in unserer Abt. auf Basis der pharmakokinetischen (PK) und pharmakodynamischen (PD) Zusammenhänge.

Die Grundlage der PK/PD-Modelle sind vorrangig entweder die Minimale Hemmkonzentration (MHK) als PK/PD-Parameter oder die Erstellung von Abtötungskurven und daraus abgeleiteter PK/PD-Parameter. Die MHK sowie die Abtötungskurven werden in vitro im Labor bestimmt. Die Bestimmung erfolgt experimentell mit In-vitro-Infektionsmodellen. Diese Bestimmung erfordert die Quantifizierung von Bakterien, welche den zeitintensivsten Schritt in der Bestimmung dieser Parameter darstellt.

Mein Projekt beschäftigt sich mit der In-vitro-Bestimmung der MHK und der Abtötungskurven. Diese erfolgt experimentell mit In-vitro-Infektionsmodellen, durch die eine systematische Untersuchung der PD von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen ermöglicht wird. Unter Einbeziehung von PK-Daten (Arzneistoffkonzentrations-Zeitprofile), die in klinischen Studien gewonnen wurden, können verschiedene Szenarien in vitro experimentell nachgestellt und dadurch mit Hilfe von PK/PD-Modellen Empfehlungen für Dosierungsschemata für die therapeutische Praxis erarbeitet werden. Um die Parameterbestimmung zu optimieren, soll außerdem eine zeit- und kostensparende Methode zur Quantifizierung von pathologisch relevanten Bakterienspezies wie Escherichia coli entwickelt werden. Diese Methode soll auf Grundlage internationaler Richtlinien wie der EMA-Richtlinie für die 'Validierung bioanalytischer Methoden' (2012) etabliert werden.