Lab2Venture plus (2014-2016)

In der zweiten Förderperiode beteiligte sich das NatLab mit elf weiteren Schülerlaboren aus ganz Deutschland an „Lab2Venture plus“, das wie die erste Ausschreibung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wurde. Sehr positiv hat sich die frühzeitige Einbindung der Lehrkräfte und studentischen Betreuer_innen der Schülerlabore bemerkbar gemacht. Sowohl am Auftaktworkshop am 06.12.2014 am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der gemeinsam vom TheoPrax-Zentrum des Fraunhofer ICT, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und LernortLabor - Bundesverband der Schülerlabore e.V. durchgeführt wurde, als auch beim Qualifizierungs-Workshop im Juli 2015 waren die Lehrkräfte und Labormitarbeiter_innen beteiligt. Die betreuenden Studierenden waren beim Qualifizierungs-Workshop beteiligt, was sie gut auf die Arbeit mit den Schüler_innen vorbereitet hat.

Nach den beiden Kick-Off-Veranstaltungen (6.10. und 21.12.2015), bei denen die Teilnehmer_innen zusammen mit den Auftraggeber_innen den Auftrag schärften, fanden auftragsspezifische Workshops statt. Die Schüler_innen konnten diese aus einem Potpourri von möglichen Workshops aussuchen und so zusätzliche Qualifikationen erwerben, die entweder für die Gruppe oder den Auftrag wichtig waren, wie z.B. Workshops zu „Kreativitätstechniken“ oder „Projektmanagement“.

Die Endpräsentation der Ergebnisse fand gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Berlin am 18. Juli 2016 im Kongress-Zentrum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie statt.

Chronologie Lab2Venture plus

06.12.2014

Auftaktworkshop / Lehrerforum im Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (gemeinsam durchgeführt vom TheoPrax-Zentrum des
Fraunhofer ICT, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
und LernortLabor - Bundesverband der Schülerlabore e.V.)

24.+25.06.2015

Qualifizierungs-Workshop an der Freien Universität Berlin
(zusammen mit dem Schülerforschungszentrum Berlin)

 06.10.2015

Kick-Off-Veranstaltung 1 in den Räumen des Veterinarium
Progressum der FU Berlin

Workshop „Projektmanagement“ (durchgeführt von TheoPrax)

 21.12.2015

Kick-Off-Veranstaltung 2 in der Aula des Arndt-Gymnasiums

Workshop „Projektmanagement“ (durchgeführt von TheoPrax)

Workshop „Kreativitätstechniken“ (durchgeführt von DKJS)

 26.02.2016 Workshop „Kreativitätstechniken“ in den Räumen des Rheingau-
Gymnasiums (durchgeführt von DKJS)
 04.03.2016 Workshop „Layout und Design“ in den Räumen des NatLab
(durchgeführt von DKJS)
 18.07.2016 Abschlussveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse im
Kongress-Zentrum des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie (zusammen mit dem Schülerforschungszentrum Berlin)

Projektthemen / Aufträge

Auftrag 1:       Graphische Gestaltung des 3. Experimentierhandbuches des
                        Forschergartens

Das Gläserne Labor ist ein Schülerlabor auf dem Biotech-Campus Buch. Der Forschergarten, eine Ausgründung des Gläsernen Labors, bietet Experimente zu vielen Themen aus der alltäglichen Erlebniswelt für Kinder in Kita und Grundschule an. Um Erzieher_innen und Lehrer_innen die Möglichkeit zu geben, ausgewählte Experimente selbst vor Ort durchzuführen, wurden in den vergangenen Jahren bereits zwei Bücher mit Anleitungen für Experimente zusammengestellt. Diese Sammlungen haben zum Ziel, Betreuer_innen und Lehre_innen erprobte Experimentieranleitungen an die Hand zu geben und sie zum Durchführen einfacher Experimente gemeinsam mit den Kindern zu ermutigen.

Im Rahmen dieses Auftrags sollten die Schüler_innen eine weitere Experimentesammlung des Gläsernen Labors druckreif machen. Die Experimente sollten von den Schüler_innen durchgeführt und fotografisch dokumentiert werden. Die Texte des Skripts mussten gelayoutet und zum Drucken vorbereitet werden.

Auftraggeberin: Claudia Jacob (Gläsernes Labor)
Auftragnehmer_innen: 5 Schüler_innen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums
Stud. Betreuer: Jacob Schweer
Lehrer: Andreas Hoffmann (Werner-von-Siemens-Gymnasium)
Auftrag 2:       Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in den Lebensbereichen
                        Haushalt und Schule

„Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und somit auch in Deutschland große Probleme, denen zu begegnen eine besondere Herausforderung darstellt. Die wissenschaftliche Literatur sowie öffentliche und politische Debatten haben sich dieser Thematik in den letzten Jahren verstärkt gewidmet (FAO 2013: Food Wastage Footprint: Impacts on Natural Resources). [...] Die Studie „Tonnen für die Tonne“ hat gezeigt, dass in Deutschland insbesondere die Lebensmittelverschwendung auf der Haushaltsebene ein bedeutender Faktor ist, der sich nicht nur ungünstig auf die Nahrungsmittelverfügbarkeit, sondern auch negativ auf die Umwelt auswirkt.“ (Quelle: „Das große Wegschmeißen“, WWF Deutschland, 2015)

Im Rahmen dieses Auftrages sollen die Schüler_innen innovative Konzepte entwickeln, welche der Lebensmittelverschwendung in den Lebensbereichen Haushalt und Schule entgegenwirken und/oder ihre Mitmenschen für dieses Thema sensibilisieren sollen.

Auftraggeberin: Birgit Eichmann (WWF Deutschland)
Auftragnehmer_innen: 6 Schüler_innen des Rheingau-Gymnasiums
45 Schüler_innen des Arndt-Gymnasiums 
Stud. Betreuer: René Mückai
Lehrer_innen: Alexander Denzin (Rheingau-Gymnasium)
Simona Bleeck (Arndt-Gymnasium)
Susanne Heubach (Arndt-Gymnasium)
Susann Lange (Arndt-Gymnasium) 
Auftrag 3:       Erfassung des Wissenstands in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit
                        bei Produkten tierischer Herkunft

Lebensmittelinfektionen und Vergiftungen sind auf eine Vielzahl bakterieller, viraler und parasitärer Krankheitserreger zurückzuführen. Oftmals sind die Krankheit‐Symptome beim Menschen schwach und harmlos, können aber auch lebensbedrohlich werden. Infektionen mit einem bakteriellen Erreger über kontaminierte Lebensmittel fanden im Verlauf eines Jahres zu 35,9% in Privathaushalten statt, in der Schule oder im Kindergarten zu 4,2% (Schmidt, K.: UGB‐Forum 5/00, S. 230‐233).

Im Rahmen dieses Auftrages sollen die Schüler_innen mittels einer Umfrage mit einem selbstständig entworfenen Fragebogen den Wissensstand bei jungen Erwachsenen zum Thema Infektionsrisiko durch Lebensmittel erheben. Zusätzlich soll durch eine Dokumentation von kritischen Punkten, wo eine eventuelle Kontamination des Lebensmittels mit bakteriellen Erregern oder eine ungenügende Reduktion von Erregern erfolgen könnte, beim eigenen Herstellungsprozess von Mozzarella durchgeführt werden.

Auftraggeber: Prof. Dr. Marcus Doherr
(Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie, FU Berlin)
Auftragnehmer_innen: 4 Schüler_innen des Thomas-Mann-Gymnasiums
Stud. Betreuerin: Carina Zernke
Lehrer: Birk Richter (Thomas-Mann-Gymnasium)