Takudrei

037
Selbstorganisation von molekularen Tennisb„llen: Molekulare Erkennung

C. A. Schalley— 2001

Mehrfache Kopien einfacher Strukturelemente lassen sich zu einer gr”ößeren, geordneten Architektur mit komplexeren Funktionen zusammensetzen. Die Gültigkeit dieses Prinzips auf der molekularen Ebene wurde am Beispiel wasserstoffverbrückter Kapseln illustriert, die sich - anfangs wenig mehr als eine Laborkuriosit„ät - inzwischen vom Spielball der Grundlagenforschung zum Studienobjekt der Materialwissenschaften gemausert haben. Zwei identische Kopien eines selbstkomplement„ren Monomerbausteins reichen, um Funktionen zu implementieren, die sich von der Bildung geschlossener Hohlrä„ume mit der Fä„higkeit zum Einschluss von Gastmolekülen über die chirale Erkennung bis hin zur Katalyse erstrecken. Multiple Kopien aufgereiht zu wasserstoffverbrückten Polymeren zeigen eine ganze Hierarchie weitaus komplexerer Eigenschaften, indem sie Flüssigkristalle bilden und das Ziehen von Fä„den mit einiger Tragkraft erlauben.

Title037
Selbstorganisation von molekularen Tennisb„llen: Molekulare Erkennung
AuthorC. A. Schalley
Date20010601
IdentifierDOI 10.1002/1521-3781(200106)35:3<166::AID-CIUZ166>3.0.CO;2-F
Source(s)
CitationChem. unserer Zeit 2001, 35, 166-174
TypeText