Kooperation mit Imkern

Das Ziel dieses Projektes ist es, durch die Detektion der elektrischen Felder der Bienen in handelsüblichen Bienenstöcken, Rückschlüsse auf den Zustand des jeweiligen Volkes zu ziehen. Da die Gesundheit des Volkes maßgeblich durch die Umwelt beeinflusst wird, können somit auch Aussagen über den Zustand des Standortes des entsprechenden Volkes getroffen werden. Hierbei steht die Überführung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die imkerliche Praxis im Vordergrund.

Zur Realisierung dieses Projektes haben wir kooperierende Imker gesucht, um an zehn Standorten unsere Technik an ihren eigenen Völkern nutzen. Zur Zeit befinden sich 8 Systme in Funktion. Zwei weiter stehen vor Ort und werden gerade angeschlossen.

Am 19.4. und 20.4. fand in Walle (Niedersachsen) ein Workshop statt, der das Ziel verfolgte, die kollaborierenden Imker mit dem elektrischen Feld Messaufbau auszustatten. Hierbei wurden die notwendigen Veränderungen an den mitgebrachten Bienenstöcken handwerklich umgesetzt (Faradayscher Käfig, Löcher für die Messsonden, Anbringung der Elektrodenhalterung). Außerdem wurde auf den Computern der Teilnehmer die nötige Software installiert und der Umgang mit dem Aufbau erklärt.

Zur Zeit wird eine Finanzierungsinitiative seitens Mellifera durchgeführt: www.gemeinschaftscrowd.de/umweltspaeher

Spendenaufruf/Spendenkonto


Umweltspäher-Standorte: Schon aktiv-roter Stern; Im Aufbau-blauer Stern (ungefähre Standorte der 10 Kooperationspartnerstöcke und im Neurobiologischen Institut der FU Berlin)

In Arbeit befinden sich:

Der Datenfluss und die Aufnahme muss automatisiert werden, um ein lückenloses Monitoring der Veränderungen der elektrischen Felder zuzulassen. Hierfür muss zudem die Datenmenge reduziert werden, ohne den Informationsgehalt zu verringern. Außerdem ist eine schnelle Vorab-Analyse erstrebenswert, damit die Teilnehmer in Echtzeit von den Erkenntnissen dieser Technik profitieren können.

Der Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass mittels elektrischer Felder ein zeitlich hoch aufgelöster und aussagekräftiger Einblick in die Geschehnisse innerhalb eines Bienenstockes gewonnen werden kann, zur praktischen Umsetzung im imkerlichen Betrieb, ist noch sehr weit. Das Projekt befindet sich derzeit in der Beta-Phase. Bisher sind möglichst schnelles Internet, ein Stromanschluss und eine Verkabelung notwendig, um den Aufbau zu betreiben. Das widerspricht noch der Realität in der Imkerei, die sich oft durch Standorte fern von schnellen Internet Anschlüssen und einen häufigen Standortwechsel der Völker auszeichnet. Deshalb sind viele unserer nächsten Planungen auf die Praktikabilität dieser Methode gerichtet, um so in der nächsten Phase des Projektes mit Batterien und Funkübertragung auszukommen. Wir erwarten dann eine deutlich breitere Anwendung .