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Bildstreifen Sicherheit/Notfall

Betriebsmittel

Unter Betriebsmittelabfällen versteht man alle Materialien, die für sich genommen keine Gefahrstoffe darstellen, jedoch durch Anhaftungen von Gefahrstoffen zu Sondermüll geworden sind. In erster Linie handelt es sich zum Beispiel um:

  • Materialien, die zum Aufsaugen verschütteter Flüssigkeiten verwendet wurden (z.B. Zellstoff).
  • Gebrauchte Filterpapiere
  • Gebrauchte Chromatographie-Hilfsmittel (zum Beispiel Kieselgel, DC-Karten) oder Trockenmittel.

Da der Abfall als Sondermüll entsorgt werden muss, sind die Entsorgungskosten entsprechend höher.

Umso ärgerlicher ist es, wenn der Betriebsmittelabfall als Universal-Müllbehälter genutzt wird!

Es ist zwar kein Sicherheitsproblem, wenn auch Plakate, Umverpackungen (Pappkartons), Wasserschläuche und 2-Euro-Stücke dorthinein entsorgt werden, aber es verursacht vermeidbare Kosten. Das folgende Bild zeigt als Beispiel den aufgefundenen Inhalt eines Betriebsmittelsammelbeutels. Fast nicht davon hätte als Sonderabfall entsorgt werden müssen!

  • Eine gebrauchte Spritze kann, muss aber nicht automatisch Sondermüll sein. Eine saubere Spritze kann durchaus in den normalen Hausmüll (aber ohne die Kanüle!) entsorgt werden.
  • Wer Schutzhandschuhe so lange trägt, bis sie tatsächlich Sondermüll sind, macht irgendetwas falsch! Es kann natürlich im Einzelfall vorkommen, dass die Handschuhe durch ein plötzliches Ereignis so viel abbekommen haben, dass sie tatsächlich auch mal als Betriebsmittelabfall entsorgt werden müssen.

Es gibt keine festen Kriterien, die einen ansonsten normalen Hausmüll zum Betriebsmittelabfall machen. Sie müssen ein "Bauchgefühl" dafür entwickeln. Der Anfängerbauch fühlt häufig: "Am besten zur Sicherheit alles in den Betriebsmittelabfall." Versuchen Sie, so schnell wie möglich kein Anfänger mehr zu sein!