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Bild: Fluor als Schlüsselement

Teilbereich A

Teilbereichsleiter: Prof. Dr. Thomas Braun, Prof. Dr. Dieter Lentz

Die Forschungsprojekte im Teilbereich A konzentrieren sich auf die Reaktivität, Eigenschaften und Synthese anorganischer und organischer Moleküle.

Das Teilprojekt A01 beinhaltet die Oxidation von fluorierten Aromaten, fluorierten Borclustern oder von C₆₀ mit starken Oxidationsmitteln wie OsF₆. Von Interesse ist u.a. die Jahn-Teller-Verzerrung der Produkte.

Ein anderer Bereich der anorganischen Molekülchemie umfasst die Darstellung niederwertiger Fluoride der Hauptgruppen, wie Alkalimetallsubfluoride oder Tellurfluor- Verbindungen (A02). Beide Forschungsvorhaben werden von der AG Seppelt in enger Zusammenarbeit mit der AG Lentz durchgeführt.

In der AG Czekelius sollen Hauptgruppenverbindungen katalytisch zur stereoselektiven Fluoralkylierung von Alkenen genutzt werden (A03). Zur heterolytischen Spaltung von Fluoralkyliod-Verbindungen ist geplant, fluorierte Arylborane und sterisch anspruchsvolle Phosphane, die beide chiral sein können, als Lewissäure/Lewisbase-Paare zu verwenden.

Eine katalytische Darstellung fluorierter Verbindungen haben auch die Projekte A04 und A05 der AG Braun zum Ziel. Hier stehen zur Entwicklung neuer Prozesse mechanistische Aspekte im Vordergrund. In A04 wird angestrebt, Platinfluoro-Komplexe als reaktive Intermediate und Katalysatoren für eine elektrophile Fluorierung von Alkinen oder CO einzusetzen. Neue Fluorierungsmittel können dabei in Kooperation mit der AG Kemnitz synthetisiert werden. Das Projekt A05 beinhaltet eine andere Strategie zur selektiven Darstellung neuer Organofluorverbindungen: Die C-F–Aktivierung fluorierter organischer Substrate mit Hilfe von Rhodiumsilyl-Komplexen soll einen katalytischen Zugang zu ungewöhnlichen silylierten fluororganischen Verbindungen eröffnen. Zusammen mit dem Arbeitskreis Lentz ist eine Derivatisierung fluorierter Allene vorgesehen.

Der Teilbereich A06 der AG Lentz beschäftigt sich ebenfalls mit Organometallchemie. Es soll die Reaktivität von Metallkomplexen cyclischer π-Perimeter mit Trifluorvinylsubstituenten untersucht werden. Ausgehend von Ferrocenderivaten soll die Chemie auf andere Metalle und cyclische π- Perimeter anderer Ringgrößen übertragen werden. Dabei ist u.a. durch Oligo- oder Polymerisationsreaktionen die Darstellung fluorierter Materialien geplant, womit ein Brückenschlag zum Teilbereich B (fluorierte Materialien) besteht.

Fluorierte Technetium- Komplexe könnten Potenzial für Anwendungen in der nuklearmedizinischen Diagnostik haben. Koordinationsverbindungen des Technetiums mit Fluoro- oder fluorierten Liganden werden in diesem Zusammenhang von der Arbeitsgruppe Abram bearbeitet (A07).

Im Teilbereich A08 untersucht die AG Riedel die Chemie neuartiger Metallfluorid- und Teflat-Verbindungen.Diese bilden das Fundament für neue Lewis- und Brönsted-Supersäuren.

Teilprojekte im Teilbereich A

A01 Oxidation mittels extrem starker Oxidationsmittel, z. B. PtF6, O2 +Sb2F11 Konrad Seppelt mit Dieter Lentz und Beate Paulus
A02 Gewinnung niederwertiger Fluoride Konrad Seppelt mit Dieter Lentz
A03 Stereoselektive Fluoroalkylierung mit frustrierten Lewissäure/-basen-Paaren Hans-Ulrich Reißig mit Beate Koksch und Dieter Lentz
A04 Elektrophile Fluorierungsreaktionen an Platin-Komplexen Thomas Braun mit Erhard Kemnitz
A05 C-F-Aktivierung fluorierter Substrate an Rhodium Silyl-Komplexen Thomas Braun mit Dieter Lentz
A06 Reaktivität cyclischer ∏-Perimeter mit Trifluorvinylsubstituenten Dieter Lentz mit Thomas Braun
A07 Metallorganische Technetiumfluoride Ulrich Abram mit Dieter Lentz und Thomas Braun
A08 Untersuchung von Fluorverbindungen mit ungewöhnlichen und neuartigen Oxidationsstufen Sebastian Hasenstab-Riedel mit Thomas Braun und Beate Paulus