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Fluorchemie

Flüssiges Fluor bei -196 °C
Flüssiges Fluor bei -196 °C

Unsere Arbeitsgruppe interessiert sich für die Darstellung und Untersuchung von neuartigen fluorierten Verbindungen. Von besonderem Interesse ist dabei die Untersuchung von ungewöhnlichen und neuartigen Oxidationsstufen. Da diese Verbindungen für gewöhnlich an der Grenze zur Stabilität liegen, werden diese z.B. in Tieftemperaturedelgasmatrizen abgefangen und charakterisiert. Diese auch als Matrixisolationsspektroskopie bekannte Methode führte in Kombination mit der präparativen Fluorchemie sowie mit quantenchemischen Berechnungen zur Entdeckung von zahlreichen neuen Oxidationsstufen wie z.B. HgIV oder IrVIII oder Verbindungen wie FeF4, OHgF oder HUF.

Darüberhinaus arbeitet unsere Gruppe an der Entwicklung von Treibhausgasersatzstoffen, neuartigen Batteriematerialien, sowie an Fluorspeicherquellen und neuartigen Fluorierungs- bzw. Oxidationsmitteln.

Weiterführende Literatur:

  • The highest oxidation states of the transition metal elements
    S. Riedel, M. Kaupp, Coord. Chem. Rev. 2009, 253, 606-624.
  • High-Valent Fluorides and Fluoro-Oxidizers
    S. Riedel, in Comprehensive Inorganic Chemistry II, Vol. 2 (Eds.: J. Reedijk, K. Poeppelmeier), Elsevier, Oxford, 2013, 187–221.